Gerstungen/Hopfgarten - Gleich zweimal innerhalb von wenigen Stunden kamen Bahnreisende in Thüringen mit dem Schrecken davon.
Zunächst fuhr am Samstagabend ein ICE mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h durch Gerstungen, als es plötzlich einen lauten Knall gab.
Der Zugführer hatte zu dem Zeitpunkt zwei mutmaßliche Jugendliche nahe den Gleisen gesehen, die als mögliche Verursacher infrage kommen.
Alle Insassen blieben zum Glück unverletzt.
Zwei Scheiben wurden stark beschädigt und beim Halt in Eisenach provisorisch mit Folie beklebt. Die in den betroffenen Wagen reisenden Fahrgäste mussten diese verlassen.
Was genau zu dem Knall geführt hat, ist derzeit laut Polizeiinformationen noch nicht bekannt.
Nur wenige Stunden später, gegen 0.31 Uhr, ging erneut ein Notruf bei der Bundespolizei ein.
Die Bahn informierte darüber, dass ein Regionalzug im Bereich der Ortslage Hopfgarten mit einem Gegenstand kollidiert sei. Bei der Überprüfung des Ortes des Geschehens fanden die Einsatzkräfte ein Fahrrad.
Die 50 Zugreisenden blieben infolge des Unfalls und der Bremsung zum Glück unverletzt.
Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr
In beiden Fällen haben Streifen der Bundespolizei an den Tatorten und -objekten Spuren gesichert. Die entstandene Sachschadenshöhe an den beiden Wagen des ICE und dem Regionalzug ist nicht noch bezifferbar.
Die Bundespolizei ermittelt jeweils wegen Sachbeschädigung und eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen bisher unbekannte Täterschaft.
Ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr zieht kein Bußgeld nach sich. Stattdessen erwartet die Täter eine Geld- oder Freiheitsstrafe. In schweren Fällen drohen Haftstrafen von bis zu zehn Jahren.