Erfurt - Rund 15.000 Fans haben am 29. März 2026 das Thüringenderby zwischen Rot-Weiß Erfurt und dem FC Carl Zeiss Jena im Steigerwaldstadion in Erfurt verfolgt.
Aufgrund der langjährigen Fanrivalität waren Bundes- und Landespolizei mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Oberste Priorität hatte nach Angaben der Polizei die Trennung der rivalisierenden Fangruppen, insbesondere gewaltbereiter Anhänger. Bahnreisende Gästefans wurden deshalb von der Polizei auf der Strecke zwischen Jena-West und Erfurt begleitet.
Wegen Bauarbeiten mussten die Jenaer Fans in Weimar umsteigen, weshalb auch der Bahnhof dort besonders gesichert wurde.
1600 Fans reisten mit der Bahn an
Insgesamt reisten etwa 1600 Fans mit der Bahn an, rund 1000 davon aus Jena. Die Anreise verlief weitgehend ruhig, allerdings kam es zu vereinzelten Verstößen wie Zünden von Pyrotechnik und Sachbeschädigungen in Zügen.
Am Erfurter Hauptbahnhof sorgte zudem ein herrenloser Rucksack für einen Paralleleinsatz. Spürhunde gaben schnell Entwarnung, im Rucksack befanden sich lediglich persönliche Gegenstände.
Bei der Abreise trafen Heim- und Gästefans nahezu zeitgleich am Hauptbahnhof ein. Ein direktes Aufeinandertreffen konnte durch die Polizei verhindert werden. Ein 16-jähriger Erfurter Fan wird dennoch angezeigt, weil er ein volksverhetzendes Lied in Richtung der gegnerischen Fans gesungen haben soll.
Auch nach dem Spiel kam es zu weiteren Vorfällen: In Vieselbach wurde eine Regionalbahn mit Pyrotechnik beworfen, in Weimar beleidigte ein Jena-Fan einen Polizeibeamten und leistete Widerstand. Gegen ihn wird nun ebenfalls ermittelt.