Von Marie-Hélèn Frech
Thüringen - Gleich zweimal haben Begegnungen mit Wildschweinen in den vergangenen Tagen auf Thüringens Straßen zu Unfällen geführt.
Am Samstagabend konnte ein Motorradfahrer laut Polizei einen Zusammenstoß mit einem der Wildtiere nicht mehr verhindern, als dieses plötzlich außerhalb Erfurts die Straße kreuzte. Der 24-Jährige stürzte und wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Das Wildschwein starb vor Ort.
Mit gleich einer ganzen Rotte Wildschweinen stieß eine Autofahrerin nahe Trügleben bei Gotha zusammen, als die Tiere am Freitagabend plötzlich die Straße querten.
Die 44-jährige Fahrerin blieb laut Polizei unverletzt, zwei Wildschweine starben an der Unfallstelle.
Was der Automobilclub ADAC nach einem Wildunfall empfiehlt:
- Der Warnblinker am Auto sollte eingeschaltet und die Unfallstelle abgesichert werden. Dabei nicht vergessen, die Warnweste zu tragen.
- Sind Personen verletzt, sollte man die Rettungsdienste alarmieren und Erste Hilfe leisten.
- Die Polizei oder der örtliche Jagdpächter sollte angerufen werden. Auch, um den Schaden mit der Versicherung abzuwickeln, ist es wichtig, dass der Wildunfall offiziell bescheinigt wird.
Was ist noch nach einem Wildunfall zu beachten?
Der ADAC rät dringend davon ab, verletzte Tiere anzufassen. Sie könnten sich wehren und Menschen verletzen. Wichtig: Angefahrenes Wild darf nicht vom Unfallort entfernt werden, ansonsten kann Wilderei vorgeworfen werden.