Hamburg - Désirée Flore (33) alias Desy war acht, als ihre Eltern sich scheiden ließen. Ein heftiger Sorgerechtsstreit brach aus. Doch als sich die YouTuberin und auch das Gericht schließlich dafür entschieden, dass sie in Zukunft bei ihrer Mutter leben soll, kam es noch schlimmer.
Als Desy elf Jahre alt war, eröffnete ihre Mutter ihr den Plan: Die ganze Familie wandert nach Malaysia aus - darunter natürlich ihre Mutter selbst samt neuem Mann und Halbgeschwistern. Aber auch Desy sollte mit nach Südostasien ziehen.
"Da musste ich erstmal schlucken", so die Influencerin in dem Talkformat "deep und deutlich". Doch die Entscheidung, ob sie tatsächlich mit auswandern wolle, wurde ihr genommen.
Das Gericht habe entschieden: Die damals 11-Jährige könne nicht aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen werden.
Doch statt gemeinsam mit ihrer Tochter in Deutschland zu bleiben, entschied sich die Mutter für die Auswanderung und damit gegen ein gemeinsames Leben mit Desy in Deutschland.
Für die YouTuberin ein Schock: "Genau dann, wo ich sie am meisten gebraucht habe, war sie nicht da", erklärt sie. "Ich bin da elf gewesen und mit zwölf habe ich meine Periode bekommen und habe dann bei meinem Vater gelebt."
YouTuberin Desy bei "deep und deutlich" über ihre Mutter: "Ich konnte ihr verzeihen"
Gerade zu Beginn der Pubertät gab es Themen, die sie gerne mit ihrer Mutter besprochen hätte. So habe sie beispielsweise aus dem Schulunterricht erfahren, wie der weibliche Zyklus funktioniert.
"Sie hatte dann aber die Hoffnung, dass ich mit 14 hinterher ziehe", fährt sie fort. Daraus wurde nichts, die Influencerin blieb in Deutschland.
Heute habe sich der Kontakt zu ihrer Mutter nach allem, was vorgefallen war, wieder verbessert.
"Aber das dauerte Jahre. Und ich konnte ihr verzeihen, weil ich im Nachhinein dankbar bin für alles, wie es gelaufen ist." So sei ihre Mutter in der Erziehung streng gewesen. Das Aufwachsen bei ihrem Vater lief damit deutlich weniger streng ab.
Desy ist inzwischen davon überzeugt, dass Dinge immer aus einem bestimmten Grund passieren. "Oft weiß man das aber erst später", so die 33-Jährige.