April-Scherz? Von wegen! "De Schwatten Ostfrees Jung" will Bürgermeister werden

Wiesmoor - Was viele für einen Aprilscherz hielten, meinte Keno Veith (45) ernst: Der ostfriesische Influencer und Reality-TV-Teilnehmer ("Kampf der Realitystars") will parteiloser Bürgermeister von Wiesmoor (Niedersachsen) werden. Seine Kandidatur kündigte er ausgerechnet am 1. April auf seinem Instagram-Account an.

Keno Veith (45), Internet-Star und Landwirt 2021 bei einer Pressekonferenz zur Gründung des Landes Niedersachsen.  © Ole Spata/dpa

Und das mit Absicht, um mehr Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, so der selbst ernannte "De Schwatten Ostfrees Jung".

"Wer mich kennt, weiß, dass ich immer so kleine Botschaften in meinen Posts verstecke!" So ist die Bürgermeisterwahl zum Beispiel nicht am 9. Juni, wie in seinem Beitrag angekündigt, sondern am 13. September 2026.

Der hauptberufliche Landwirt und Chef eines Transportunternehmens wurde 2017 eher zufällig zum Internetphänomen.

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Alles begann mit einem im Matsch festgefahrenen Traktor beim Maisabfahren: Der damals 36-Jährige kommentierte die verzwickte Situation auf Plattdeutsch und ging quasi über Nacht viral.

Seine steigende Bekanntheit ermöglichte ihm den Sprung ins Fernsehen. Talkshows wie "Das Beste im Norden" (NDR) oder auch Formate wie "Werner Rennen" und "Verkauft und zugelassen", in denen er wegen seiner Liebe zu Autos einen Platz gefunden hat. Zuletzt sah man ihn 2024 bei "Kampf der Realitystars".

Nun will der Ostfriese den nächsten Schritt gehen – in die Kommunalpolitik. Bereits in der kommenden Woche plant er, seine Kandidatur offiziell im Rathaus einzureichen. Zwar wohne er nicht direkt in Wiesmoor, stehe jedoch in engem Austausch mit vielen Menschen vor Ort.

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Keno Veith: "Es ist Zeit für einen neuen Schwung und mal ein bisschen Farbe"

Keno Veith 2024 in der RTL2-Sendung "Kampf der Realitystars".  © RTLZWEI/Luis Zeno Kuhn

"Wenn ich Bürgermeister wäre, vielleicht würde ich das anders machen", habe er im "Politischen Schnack" immer wieder angedeutet. Aus diesen Überlegungen sei schließlich der Entschluss gereift, selbst anzutreten.

"Wenn du etwas ändern möchtest, dann musst du dafür etwas tun. Jammern hilft nicht", betont Veith. "Und das Ding ist einfach: Wir befinden uns im Zeitalter des Wandels, wo auch alte Strukturen sich verändern. Es ist Zeit für einen neuen Schwung und mal ein bisschen Farbe ins Spiel bringen."

Dabei sei ihm bewusst, dass seine Kandidatur polarisieren könnte. Dennoch überwiegt für ihn der persönliche Anspruch: "Wer kämpft, kann verlieren. Wer aber nicht kämpft, hat schon verloren."

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Aktuell wird das Amt von Sven Lübbers (42), ebenfalls parteilos, bekleidet, der nach bisherigen Informationen erneut kandidieren will – bislang ohne Gegenkandidaten. Genau darin sieht Veith seine Chance: "Das könnte ja noch eine Chance sein für mich, oder?"

Auf seinem Weg zum möglichen Bürgermeister will Keno Veith seine 177.000 Follower auf Instagram auf jeden Fall mitnehmen.

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