Große Sorge um Cher: Wie krank ist die Ikone wirklich?

Malibu - Einem US-amerikanischen Medienbericht zufolge soll Superstar Cher (74) mit einer unheilbaren Krankheit kämpfen. Zeitweise sei die Ikone deshalb sogar bettlägerig gewesen.

Cher singt am 26. September 2019 zum Auftakt ihrer "Here we go again tour" in der Mercedes Benz Arena in Berlin.
Cher singt am 26. September 2019 zum Auftakt ihrer "Here we go again tour" in der Mercedes Benz Arena in Berlin.  © Paul Zinken/dpa

Unter der Überschrift "Kranke Cher klopft an die Tür des Himmels" veröffentlichte das Boulevardmagazin "The Globe" (Print) einen neuen Artikel über die Sängerin ("Gypsys, Tramps & Thieves") und Schauspielerin ("Mondsüchtig"). Das Magazin behauptet darin, dass Cher "beängstigend krank" ist, "Schwierigkeiten beim Atmen" hat und "nicht aufstehen" kann. 

"Globe" leitete seine Sorge über den Gesundheitszustand der legendären Entertainerin allerdings wohl lediglich von einem Tweet der Künstlerin ab, glaubt "Gossip Cop".

Bereits Anfang Juni schrieb Cher auf Twitter: "Es bringt mich um, dass ich nicht auf der Straße bin, um in dieser entscheidenden Zeit der Geschichte zu protestieren. Werde alles im TV ansehen. War sehr krank".

Gemeint sind die Proteste gegen Gewalt durch Polizisten in den USA, die durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd (†46) ausgelöst wurden. Die 74-Jährige ist als Aktivistin bekannt und unterstützt Minderheiten und benachteiligte Menschen.

"Globe" zufolge litt Cher an Atemproblemen und konnte zeitweise nicht aufstehen. Was ihr fehlte, wussten angeblich nicht einmal die Ärzte. In Corona-Zeiten bietet so was natürlich viel Futter - und offenbar genug Stoff, um Freunde und Fans glauben zu lassen, dass Chers Tage gezählt seien. Ein Follower schrieb sogar: "Bitte bleib drinnen und pass auf dich auf. Wir haben dieses Jahr genug verloren. Wir können dich nicht verlieren".

Später stellte sich heraus, dass die Legende mit einer Bronchitis ins Krankenhaus eingeliefert worden sein. Doch das ist noch nicht alles. Denn Cher leidet noch an einer weiteren Erkrankung.

Ein Virus verursacht Müdigkeit

In den 1980er Jahren zwang ein chronisches Erschöpfungsssyndrom die Musikikone erstmals zu einer Auszeit, verursacht durch das Epstein-Barr-Virus. Daraus kann sich eine chronische Müdigkeit entwickeln.

Doch was ist am Bericht vom Sterbebett wirklich dran? Zeit für einen Fakten-Check!

Und den lieferte "Gossip Cop", denen die "Details" von Chers "furchterregender Krankheit" doch sehr fragwürdig vorkamen - und weil der Bericht eine Reihe bedenklicher Quellen enthielt.

Aktivitäten in den sozialen Medien

Obwohl glaubwürdig ist, dass bei Cher das Epstein-Barr-Virus diagnostiziert wurde, sei keineswegs wahr, dass die Sängerin an einer tödlichen Krankheit leide. Dagegen spreche auch, dass Chers Gesundheit trotz des Erschöpfungssyndroms über die Jahre immer sehr gut gewesen sei.

"Cher würde keine Märsche verpassen, wenn sie aufstehen könnte. Jeder ist überzeugt, dass sie auf ihrem Sterbebett liegt", zitierte die Boulevardzeitung einen Sänger aus dem angeblich näheren Umfeld der Amerikanerin und schürte damit weiter die Ängste.

Wie munter und lebendig Cher ist, zeigen aber ihre Einträge in den sozialen Medien: Nahezu täglich hält sie ihre Follower mit Neuigkeiten auf dem Laufenden und äußert sich zum aktuellen Weltgeschehen. Ein todkranker Patient wäre dazu wohl kaum in der Lage.

Nicht zuletzt konnte "Gossip Cop" die Story zerlegen, weil "Globe" seine Behauptungen nicht mit Beweisen belegte.

Fazit: Cher sorgt sich zwar um ihre Gesundheit - aktuell wie viele andere Menschen aber vor allem wegen des Coronavirus'. Ansonsten ist sie aber meilenweit vom Sterbebett entfernt.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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