Keine Bananen und Panzer, dafür aber Raketen: Hier wird aus "Mario Kart" Realität

Hamburg - Einmal wie Mario, Luigi und Co. aus der Videospielreihe "Mario Kart" selbst um die Kurven düsen, das geht jetzt auch in Hamburg. Mit einem neuen Standort im Stadtteil Bergedorf hat das Unternehmen "BattleKart" seinen Expansionskurs in Deutschland fortgesetzt. TAG24 war bei der offiziellen Eröffnung am Donnerstag dabei und wagte den Selbsttest.

Von links nach rechts: Standortleiter Lennard mit den Geschäftsführern Michael Kolbinger und Lars Armbrust bei der offiziellen Eröffnung des "BattleKart"-Standorts in Hamburg-Bergedorf am Donnerstag.  © Madita Eggers/TAG24

An der Theke anmelden und schon geht es los in die riesige Halle. Die ist bis auf die rechts aufgereihten E-Karts eigentlich komplett leer. Erst mithilfe von Beamern an der Decke werden die unterschiedlichen Rennstrecken und virtuelle Items direkt auf den Boden projiziert.

Das eigene E-Kart findet man ganz einfach, denn hinten steht der (Spitz-)Name drauf. Nach einer kurzen Einführung wird es kurz etwas ungelenk, wenn man versucht, sich möglichst geschmeidig in das Kart zu setzen.

Sitz einstellen, anschnallen, rückwärts ausparken und dann heißt es: 3, 2, 1 – Let’s go! (Ja, die Mario-Kart-Musik hat man dabei automatisch im Ohr.) Ziel des Spiels ist es, in der vorgegebenen Zeit möglichst viele Runden zu fahren.

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Zwar gibt es bei "BattleKart" auch andere Spielmodi wie etwa "BattleSnake", der absolute Kassenschlager sei aber weiterhin "BattleRace", so Geschäftsführer Lars Armbrust gegenüber TAG24. Kein Wunder: Die Ähnlichkeiten zum Videospiel-Hit "Mario Kart" sind unverkennbar.

Ganz identisch ist das Spielerlebnis allerdings nicht. Weil die Betreiber von "BattleKart" keine Lizenz von Nintendo besitzen, mussten einige Elemente angepasst werden. Statt mit Panzern schießt man mit Raketen, den Turbo gibt es per Nitro statt mit Pilzen und auch die allseits verfluchten Bananen fehlen. Aktiviert werden die virtuellen Items ganz einfach per Knopfdruck am Lenkrad.

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Ein Ölfleck auf der Strecke: Fährt man durch, verlangsamt sich das E-Kart und das, obwohl das Item nur auf die Strecke projiziert wird.  © Madita Eggers/TAG24
Über den gelben Knopf lassen sich die Items sammeln, die anschließend per Zufallsprinzip rechts auf dem Bildschirm neben dem Lenkrad erscheinen und während des Rennens eingesetzt werden können.  © Madita Eggers/TAG24

TAG24 wagte den Selbsttest

Keine Helme, aber anschnallen!

Gleichzeitig können bis zu zwölf Personen auf der Strecke fahren. Insgesamt stehen 18 Karts zur Verfügung, um Ladezeiten und mögliche Ausfälle einzelner Fahrzeuge auszugleichen.  © Madita Eggers/TAG24

Der größte Unterschied zum "klassischen" Kartfahren sei die Mischung aus "moderner Technik und echtem Fahrspaß", so Armbrust im TAG24-Gespräch.

"Bei uns fällt ganz häufig der Slogan 'Augmented Reality' oder 'Beyond Reality', also erweiterte Realität. Man fährt ganz real in den Karts, gibt richtig Gas und muss selbst lenken. Diese Realität ergänzen wir dann durch virtuelle Elemente, zum Beispiel eine fliegende Rakete. Schlägt sie ein, wird das entsprechende Kart ausgebremst."

Ein weiterer Unterschied zum klassischen Go-Kart ist die Sicherheit. Die Elektro-Karts von "BattleKart" verfügen über ein eigens entwickeltes Anti-Kollisions-System.

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Erkennt das System die Gefahr eines Zusammenstoßes, wird die Geschwindigkeit automatisch auf fünf Kilometer pro Stunde reduziert. Zusammenstöße sind zwar weiterhin möglich, allerdings deutlich langsamer. Deshalb müssen die Fahrer auch keine Helme tragen, dafür aber während der gesamten Fahrt angeschnallt bleiben.

Dabei werde einem zumindest laut Hamburg-Betriebsleiter Lennard nie langweilig: "Ich fahre inzwischen seit sechs Jahren 'BattleKart' und es macht immer noch sau Spaß!"

Langweilig wird es tatsächlich nicht, zu groß ist der Ehrgeiz, die eigene Rundenzahl zu verbessern und am Ende lieber derjenige zu sein, der Raketen verschießt, statt selbst getroffen zu werden. Eben fast wie bei "Mario Kart", nur das man selbst im Kart sitzt und nicht hinter einer Konsole.

Ein Spiel dauert 15 Minuten mit mehreren Rennen, die Preise starten ab 21 Euro pro Person. Mehr Informationen unter battlekart.com.

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