Berlin - Bei der Berlinale tummeln sich derzeit wieder jede Menge Stars in der Hauptstadt. Eine davon ist die Nachwuchsschauspielerin Tecla Insolia (22). Im Gespräch mit TAG24 erzählte sie, dass sie von Berlin besonders positiv überrascht gewesen sei.
Die 22-Jährige ist für ihren neuen Film "Vivaldi und Ich" das erste Mal in Berlin. "Ich denke, Berlin hat diese Art von Energie. Und die Leute genießen es so sehr", erklärte sie im Interview.
Für sie wirke die Stadt deutlich grüner und sonniger, als sie es erwartet hatte. "Und ich bin aus Italien. Ich brauche die Sonne, ich brauche das Meer", so die Schauspielerin.
Besonders ungewöhnlich sei für sie gewesen, dass sie in der Hauptstadt ankam und sich sofort sehr wohlfühlte, "ein bisschen wie zu Hause".
Mindestens genauso verblüfft war sie darüber, wie weitläufig Berlin ist. "Du kannst so viele Dinge tun. In meinem Kopf war Berlin klein", erzählte die junge Frau.
Tecla Insolia über Selbstbestimmung und persönliche Stärke
Tecla spielt in dem historischen Drama "Vivaldi und Ich" die talentierte Violinistin Cecilia im Venedig des 18. Jahrhunderts, die im Ospedale della Pietà aufwächst und mit den Themen der weiblichen Selbstbestimmung und künstlerischen Freiheit zu kämpfen hat.
Auch heute sehe sie noch viele Parallelen zu der Frau von damals: "Natürlich ist es ein anderes Jahrhundert, aber es ist heute oft noch so, dass die Leute jemanden in den Hintergrund stellen."
Solche Erfahrungen habe sie bereits mehrfach gemacht. Ob das daran liege, dass sie eine Frau sei oder schlicht an ihrem jungen Alter, könne sie nicht sagen. Sie habe damals nicht genug Selbstvertrauen gehabt, um sich zu wehren. Nun arbeite sie sehr aktiv daran.
"Die Leute sagten, du bist nicht bereit. Aber es ist eine Reise, um das zu lernen. Ich denke, je älter wir werden, desto stärker werden wir", so die 22-Jährige.