Lohnt sich ein Kinobesuch für "Planet der Affen: New Kingdom"?

Berlin - Gut sieben Jahre hat die Fortsetzung der "Planet der Affen"-Filmreihe auf sich warten lassen. Hat sich das Warten gelohnt? TAG24 hat sich den neuesten Teil - "New Kingdom" - für Euch angeschaut.

Schimpanse "Noah" ist der Hauptcharakter im neuen "Planet der Affen". Auch sein Adler soll noch eine wichtige Rolle spielen.
Schimpanse "Noah" ist der Hauptcharakter im neuen "Planet der Affen". Auch sein Adler soll noch eine wichtige Rolle spielen.  © -/20th Century Studios/dpa

Der 146-minütige Blockbuster beginnt zwar dort, wo der letzte Film ("Survival", 2017) geendet hatte, doch macht nach einer kurzen Einführung einen derart gewaltigen Zeitsprung, sodass man getrost davon sprechen kann, dass "Planet der Affen: New Kingdom" eine neue Ära des Franchise einleitet.

Während die ersten drei Ableger den Zuschauer mit der Entwicklung "Caesars" vom genmanipulierten Affen zum Anführer einer Schar intelligenter Primaten in den Bann zog, dürften Fans der Reihe mit einiger Skepsis auf den vierten Film geblickt haben, zumal Caesar inzwischen tot und nicht mehr mit von der Partie ist.

Dementsprechend gewöhnungsbedürftig legt der Film los: Alle Affen haben inzwischen das Sprechen erlernt und leben als Clans in ihren eigens errichteten Dörfern. Die Menschen wiederum sind nahezu ausgestorben, leben wie Tiere in der Wildnis und haben das Sprechen verlernt.

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Von dort an begleitet der Kinobesucher den Schimpansen "Noah" vom "Adler-Clan" auf seinem Weg vom Jüngling zum Anführer und erfährt, dass die Menschheit den Planeten doch noch nicht gänzlich aufgegeben hat.

Darum geht es im vierten Teil von "Planet der Affen"

Die junge Frau "Mae", gespielt von Schauspielerin Freya Allan (22), ist eine der wenigen Menschen, die noch sprechen können.
Die junge Frau "Mae", gespielt von Schauspielerin Freya Allan (22), ist eine der wenigen Menschen, die noch sprechen können.  © -/20th Century Studios/dpa

Spoiler-Alarm: Nachdem Noahs Dorf von einem feindlichen Affen-Stamm attackiert wurde und er nur knapp zwischen den Trümmern überlebt, macht er sich auf, um seine verschleppten Kameraden zu befreien.

Auf seiner Reise begegnet er einem weisen Orang-Utan, der ihm aus der Zeit von "Caesar" berichtet und auf eine junge Frau, die zur Überraschung der Affen sogar sprechen kann. Vor allem ihre Motive lassen den Zuschauer bis zum Ende rätseln.

Gemeinsam machen sie sich auf in das Reich eines Affen-Königs namens "Proximus", der nicht nur Noahs Familie und Freunde gefangen hält, sondern auch alles daran setzt, an menschliche Technologien in einem verlassenen Regierungsbunker zu gelangen.

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Soweit zur Geschichte, die es schnell schafft, die Zuschauer in den Bann der neuen und gewöhnungsbedürftigen Weltordnung zu ziehen.

So echt wirken Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans!

Der britische Schauspieler Andy Serkis (60) übernahm in den ersten drei Teilen die Rolle von "Caesar". Am neuesten Ableger ist er maßgeblich an der Umsetzung beteiligt. (Archivbild)
Der britische Schauspieler Andy Serkis (60) übernahm in den ersten drei Teilen die Rolle von "Caesar". Am neuesten Ableger ist er maßgeblich an der Umsetzung beteiligt. (Archivbild)  © Andrew Cowie/EPA/dpa

Insgesamt bietet "Planet der Affen: New Kingdom" sowohl für Fans als auch für Neulinge der Reihe einen guten Mix aus fulminanter Action, "affigem" Humor sowie atemberaubenden Szenen und einigen Überraschungen.

Besonders die Technik gilt es hervorzuheben, denn die Affen wirken in ihrem Aussehen und Verhalten unglaublich echt. Wenn man nicht wüsste, dass sie unter der Mithilfe von "Gollum"-Darsteller Andy Serkis (60) animiert wurden, könnte man meinen, dass reale Schimpansen oder Gorillas vor der Kamera stehen.

Am Ende des Films wird dann klar, dass mit "New Kingdom" wohl ein weiterer Teil der Saga eingeläutet wurde. Der Film hat es definitiv geschafft, dass man sich fragt, wie es auf dem Planeten der Affen nun weitergeht. Hoffentlich vergehen nicht wieder sieben Jahre, bis diese Fragen beantwortet werden.

Fazit: Der neueste "Planet der Affen" ist für Fans von einzigartigen Geschichten und tollen Inszenierungen definitiv einen Kinobesuch wert.

Zwar kommt der neue Hauptcharakter Noah nicht an seinen Vorgänger Caesar ran, dafür ist es Regisseur Wes Ball (43) gelungen, aufbauend auf den ersten drei Teilen eine Welt zu erschaffen, die neue Anreize liefert und die es schafft, dem Zuschauer eine ganz andere Perspektive auf die eigene Welt zu liefern.

Titelfoto: Bildmontage: -/20th Century Studios/dpa

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