Regisseurin Mascha Schilinski im TAG24-Interview: So reagiert sie auf den Erfolg von "In die Sonne schauen"
Berlin - Das Drama "In die Sonne schauen" von Regisseurin Mascha Schilinski (42) hat beim Deutschen Filmpreis die Goldene Lola für den besten Spielfilm gewonnen und zählt mit insgesamt zehn Auszeichnungen zu den großen Abräumern der Gala.
Der Film, der mehrere Frauen über unterschiedliche Zeitebenen auf einem Bauernhof begleitet, ging bereits mit den meisten Nominierungen ins Rennen – und wurde dieser Favoritenrolle gerecht.
Neben der wichtigsten Auszeichnung des Abends erhielt die Produktion unter anderem Preise für die beste Regie, das beste Drehbuch sowie die beste Nebendarstellerin.
Vor der Verleihung traf TAG24 die Regisseurin auf dem roten Teppich in Berlin. Dort zeigte sich Schilinski gelassen und zugleich überrascht vom Erfolg ihres Films. Große Erwartungen habe sie zu Beginn der Arbeit nicht gehabt. "Das kann man ja vorher gar nicht wissen", sagte sie im Gespräch.
Beim Entstehen des Films habe das Team eher klein gedacht – vielleicht würden am Ende nur wenige hundert Menschen ins Kino gehen.
Entscheidend sei für sie nie die Größe des Erfolgs gewesen, sondern die Möglichkeit, eine persönliche Geschichte zu erzählen, die bei anderen Menschen Resonanz auslöst.
Mascha Schilinski und ihr liebster Erinnerungsort in Berlin
Inhaltlich widmet sich "In die Sonne schauen" weiblichen Erinnerungen und generationsübergreifenden Erfahrungen. Dass dieses Thema so viele Menschen erreiche, erklärt Schilinski mit universellen, oft unausgesprochenen Erfahrungen: Es gehe um Scham, Geheimnisse und Dinge, "für die es keine Worte gibt".
Die Berlinerin ist – ähnlich wie die Figuren in ihrem Film – eng mit Orten aus der Erinnerung verbunden. Ein besonderer Ort für sie ist die Krumme Lanke, dort sei bereits ihre Mutter während der Schwangerschaft mit ihr spazieren gegangen.
"Irgendwie fühle ich mich dort immer wohl", so Schilinski. Erst wenige Tage vor der Gala sei sie zuletzt dort gewesen.
Am Abend selbst freute sich die Regisseurin vor allem auf das Wiedersehen mit ihrem Team.
Nach intensiver Arbeit sei die Rückkehr des Films auf die große Bühne für sie wie ein "Nachhausekommen".
Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

