Deutscher Filmpreis: Diese Stars freuen sich über begehrte Lola

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Berlin - Am Freitagabend blickte die deutsche Filmbranche nach Berlin: Dort wurde zum 76. Mal der Deutsche Filmpreis, auch bekannt als die "Lola", verliehen. TAG24 war live dabei und fasst die wichtigsten Highlights, Gewinner und Themen des Abends zusammen.

Filmemacher Wim Wenders (80, l.) erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Senta Berger (85, m.), hier mit Regisseur Simon Verhoeven (53, r.), wurde erstmals für eine "Lola" nominiert und gewann direkt als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke".
Filmemacher Wim Wenders (80, l.) erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Senta Berger (85, m.), hier mit Regisseur Simon Verhoeven (53, r.), wurde erstmals für eine "Lola" nominiert und gewann direkt als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke".  © Christoph Soeder/dpa

Die "Lola" zählt zu den höchsten Auszeichnungen der deutschen Filmwelt. Bei der diesjährigen Verleihung rückten insbesondere die Neuaufstellung der Kinobranche in den Fokus.

"Es gibt hier Gott sei Dank ein paar Filme, die sich darüber definieren, dass die Filmemacher ihre persönliche Stimme und ihren Blick auf das Leben zeigen durften", meinte Schauspieler Jannis Niewöhner (34).

Bei der Verleihung war der 34-Jährige mit seinem Film "22 Bahnen" für die beste männliche Nebenrolle nominiert. Die Auszeichnung habe ihm viel bedeutet: "Ich bin damit ein Teil dieser Filmwelt und die Form der Anerkennung zu bekommen ist großartig."

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Auch "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" stand mit sieben Nominierungen weit oben im Kurs. Wie Hauptdarsteller Bruno Alexander (26) vor kurzem verriet, habe er Lust, seinen eigenen Stil ins Kino zu übertragen. "Ich finde es toll, dass gerade so viele Leute ins Kino gehen und dass das Kino gerade wieder einen neuen Hype erlebt. Es war lange, vor allem durch Corona, abgeflacht", so der 26-Jährige.

Am Ende konnte jedoch August Diehl (50) die Lola für die beste männliche Hauptrolle in "Das Verschwinden des Josef Mengele" mit nach Hause nehmen.

Technische Panne sorgt für Unterbrechung beim Deutschen Filmpreis

Schauspieler Jannis Niewöhner (34) plädiert für mehr Authentizität in der deutschen Filmszene.
Schauspieler Jannis Niewöhner (34) plädiert für mehr Authentizität in der deutschen Filmszene.  © Sebastian Gollnow/dpa

In diesem Jahr stimmten über 2400 Filmschaffende aus allen künstlerischen Sparten der Branche über die Nominierten ab. Laut dem Veranstalter waren rund 1700 Gäste geladen. Durch den Abend führte Schauspieler und Sänger Christian Friedel (46).

Wegen technischer Probleme musste die Verleihung zeitweise unterbrochen werden. Eine der Leinwände im Saal war ausgefallen und musste repariert werden. Das Publikum durfte den Saal verlassen, nach circa einer halben Stunde wurde die Verleihung fortgesetzt und die weiteren Nominierten konnten weiter auf ihre "Lola" hoffen.

Die Lola für die beste weibliche Hauptrolle nahm Senta Berger (85) entgegen. Als besucherstärkster Film wurde "Das Kanu des Manitu" von Michael "Bully" Herbig (58) bepreist.

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Mit zehn Nominierungen galt das Polit-Drama "Gelbe Briefe" über das schleichende Eindringen des Totalitarismus in die Welt der Künste als Favorit beim Deutschen Filmpreis.

Als bester Spielfilm wurde jedoch "In die Sonne schauen" der Berliner Regisseurin Mascha Schilinski (42) ausgezeichnet.

Zahlreiche Stars, darunter Heike Makatsch (54), besuchten die Verleihung des Deutschen Filmpreises.
Zahlreiche Stars, darunter Heike Makatsch (54), besuchten die Verleihung des Deutschen Filmpreises.  © Sebastian Gollnow/dpa

Weitere Gewinner waren:

  • Beste weibliche Nebenrolle: Lena Urzendowsky für "In die Sonne schauen"
  • Beste männliche Nebenrolle: Michael Wittenborn für "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke"
  • Bestes Maskenbild: Anne-Marie Walther und Irina Schwarz für "In die Sonne schauen"
  • Bester Ton: Claudio Demel, Billie Mind, Kai Tebbel, Sebastian Heyser, Jürgen Schulz für "In die Sonne schauen"
  • Bester Schnitt: Evelyn Rack für "In die Sonne schauen"
  • Bester Kinderfilm: "Zirkuskind"
  • Beste Regie: Mascha Schilinski ("In die Sonne schauen")
  • Bestes Drehbuch: Mascha Schilinski und Louise Peter ("In die Sonne schauen")
  • Beste Kamera: Fabian Gamper für "In die Sonne schauen"
  • Bestes Szenenbild: Cosima Vellenzer und Maike Kiefer für "In die Sonne schauen"
  • Bestes Kostümbild: Sabrina Krämer für "In die Sonne schauen"
  • Beste Filmmusik: Marvin Miller für "Gelbe Briefe"
  • Beste visuelle Effekte: Michael Wortmann und Frank Schlegel für "Momo"
  • Bester Dokumentarfilm: "Siri Hustvedt – Dance Around the Self"

Wer die Gala nicht mitverfolgen konnte: Die Verleihung des Deutschen Filmpreises gibt es ab sofort in der ARD-Mediathek zu sehen.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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