Einziges Konzert in Deutschland: So krass feierten "Iron Maiden" in Hannover
Von Christian Grube
Hannover - 40.000 Fans, ein nahezu ausverkauftes Stadion und die bange Frage des Tages: Regnet es oder regnet es nicht? Das einzige Deutschland-Konzert von Iron Maiden im Rahmen ihrer "Run For Your Lives"-Welttournee 2026 – abgesehen von den Festivalauftritten bei Rock am Ring und Rock im Park – lockte Zehntausende ins Heinz-von-Heiden-Stadion nach Hannover.
Der erste Schauer zog rund zwei Stunden vor Konzertbeginn über das Stadion hinweg. Richtig nass wurde es jedoch erst während der letzten halben Stunde des Auftritts. Da hatte die britische Metal-Legende das Publikum längst fest im Griff.
Die Band um Frontmann Bruce Dickinson wurde frenetisch gefeiert. Das Programm bestand ausschließlich aus Songs der ersten Alben bis einschließlich "Fear of the Dark" – ein Best-of der klassischen Maiden-Jahre.
Von den ersten Tönen an zeigte sich, wie textsicher das Publikum ist. Selbst auf den Rängen hielt es kaum jemanden auf den Sitzen. Überall reckten sich Pommesgabeln in die Höhe, jede Hymne wurde lautstark mitgesungen. Einer der Höhepunkte des Abends: "Run to the Hills", als das gesamte Stadion den Refrain übernahm.
Besonders beeindruckend war die Energie der Musiker. Dickinson, Steve Harris und ihre Mitstreiter gehen allesamt stramm auf die 70 zu oder haben diese Marke bereits erreicht. Auf der Bühne war davon nichts zu spüren. Mit enormer Power und Spielfreude lieferten Iron Maiden eine Show ab, die viele jüngere Bands alt aussehen lässt.
Kritik an den Verkaufsständen im Stadion
Weniger positiv fiel die Organisation bei der Becherrückgabe auf. Trotz eines Pfands von drei Euro stellten zahlreiche Stände im Innenraum bereits 30 Minuten vor Konzertende Verkauf und Rücknahme ein. Besucher wurden auf einen Stand im Ausgangsbereich verwiesen.
Eine Besucherin kritisierte gegenüber TAG24, dass dieser Umstand bereits mehrfach bemängelt worden sei.
Auch das befürchtete Verkehrschaos blieb nicht ganz aus. Durch den Regen strömten viele Besucher gleichzeitig zu den Straßenbahnen, Autofahrer benötigten teils bis zu 45 Minuten, um die Parkplätze zu verlassen.
Das Fazit: Iron Maiden lieferten in Hannover ein beeindruckendes Metal-Fest und bewiesen eindrucksvoll, warum sie auch nach Jahrzehnten zu den größten Bands des Genres zählen.
Titelfoto: Bildmontage: privat

