Macht KI die Musikbranche kaputt? Schon über 200 Stars haben unterschrieben

Washington, D.C. - Ein Schreiben der "Artist Rights Alliance", einer gemeinnützigen Organisation, die sich für Musiker einsetzt, fordert den verantwortungsvollen Umgang mit KI (Künstlicher Intelligenz), da diese Künstlern schaden könne.

Auch Billie Eilish (22) und Stevie Wonder (73) gehören zu den Unterstützern der Aktion.
Auch Billie Eilish (22) und Stevie Wonder (73) gehören zu den Unterstützern der Aktion.  © Montage: Richard Shotwell/Invision/AP/dpa, Chris Pizzello/Invision via AP/dpa

In dem offiziellen Statement wird KI-Entwicklern, Technologieunternehmen, Plattformen und digitalen Musikdiensten eine Entwertung der Künstler-Rechte vorgeworfen.

Die Schreiber glauben, dass KI zwar enormes Potenzial habe und die Kreativität fördern könne, aber dabei vor allem der verantwortungsvolle Umgang mit den künstlichen generierten Inhalten wichtig sei.

"Leider setzen einige Plattformen und Entwickler KI ein, um die Kreativität zu sabotieren", klagen die Verfasser an. Sie sehen Künstliche Intelligenz nämlich auch als Bedrohung für Identität, Musik und Lebensunterhalt der Künstler.

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Die Organisation spricht dabei von Unternehmen die KI-Modelle mit der Arbeit menschlicher Künstler füttern, um sie zu trainieren. Mit diesen Modellen können dann Klänge oder Bilder einfach nachgestellt werden.

Wenn man den Einsatz von KI nicht kontrolliere, werde die "Musikwirtschaft zerstört" und Künstler würden nicht mehr fair entlohnt werden. Deshalb wollen sie sich gegen den "räuberischen Einsatz der KI" wehren. Zu den Unterzeichnenden gehören berühmte Musiker wie Billie Eilish, Stevie Wonder, Nicki Minaj, Katy Perry, Jon Bon Jovi und viele mehr.

Titelfoto: Montage: Richard Shotwell/Invision/AP/dpa, Chris Pizzello/Invision via AP/dpa

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