Plötzlich mehr Gold: Reinhard Mey erhält nachträglich 24 Auszeichnungen
Berlin - Noch erfolgreicher als gedacht: Dem Berliner Liedermacher Reinhard Mey (82, "In meinem Garten") sind nachträglich 24 Gold-Auszeichnungen zugesprochen worden.
Damit erhöht sich die Zahl seiner Ehrungen deutlich über die bislang angenommenen 21 Goldenen Schallplatten hinaus, wie der "Tagesspiegel" unter Bezug auf Recherchen des Umfelds des Musikers berichtet.
Freunde des "Über den Wolken"-Interpreten hatten demnach gemeinsam mit Marktforschern die Verkaufszahlen seiner Veröffentlichungen neu ausgewertet. Hintergrund seien unter anderem Archivlücken infolge von Firmenübernahmen bei seinem langjährigen Label Universal Music Group gewesen.
Eine größere Preisverleihung ist nicht geplant. Mey gilt als zurückhaltend und meidet öffentliche Gala-Auftritte weitgehend. Seine Arbeit entsteht überwiegend im privaten Umfeld, fern vom großen Musikbetrieb.
Gold-Auszeichnungen werden in Deutschland für bestimmte Verkaufszahlen vergeben, die vom Bundesverband Musikindustrie festgelegt werden. Die Verleihungsgrenzen wurden über die Jahre angepasst. In Deutschland braucht man heute für eine Goldene Schallplatte 75.000 verkaufte Alben oder 300.000 verkaufte Singles.
Einzelne Werke Meys erreichten besonders hohe Werte, darunter der mit Platin ausgezeichnete Klassiker "Über den Wolken" vom Album "Wie vor Tag und Jahr" (1974).
Reinhard Meys neues Album kommt im Herbst 2026 raus
Für den Langspieler "Mein Apfelbäumchen" (1986) gab es in der Vergangenheit mehrere Goldene Schallplatten und 2007 einmal Platin, bevor die Plattenfirma mit dem Zählen aufhörte, und nun dreifach Gold.
Ungeachtet seiner 45 Gold-Awards arbeitet Mey weiter an neuen musikalischen Projekten. Am 25. September erscheint sein neues Studioalbum.
Titelfoto: Gerald Matzka/dpa-Zentralbild/dpa
