Von Irena Güttel
Nürnberg - Zehntausende Musikfans werden ab Freitag wieder drei Tage lang bei "Rock im Park" in Nürnberg feiern. Kurzentschlossene haben in diesem Jahr keine Chance: Das Musikfestival ist komplett ausverkauft.
Etwa 80.000 Besucherinnen und Besucher erwarten die Veranstalter täglich auf dem Gelände, das diesmal so groß ist, wie noch nie. Damit das Open-Air mit rund 70 Konzerten möglichst reibungslos abläuft, muss hinter den Kulissen alles gut organisiert sein.
Das gesamte Festivalgelände mitten in Nürnberg umfasst nach Angaben der Veranstalter etwa 200 Hektar auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, dem Volksfestplatz und angrenzenden Parks und Parkplätzen.
Der Bereich um die Bühnen mache dabei nur einen kleinen Teil aus, sagte Festivaldirektorin Cathi Krämer. Dazu kämen zahlreiche Campingplätze und Flächen, wo etwa die 100 Schlaf-Busse und 120 Lastwagen der Bands Platz finden.
Hunderte Mitarbeitende sind ihr zufolge seit vier Wochen mit dem Aufbau beschäftigt. Auf dem Gelände haben sie unter anderem 32 Kilometer Zaun aufgestellt, 60 Kilometer Stromkabel und
40.000 Quadratmeter Bodenabdeckungen verlegt.
Allein 90 Gerüstbauer sind damit beschäftigt, die beiden großen Bühnen und sechs Techniktürme zu errichten.
So viel kosten "Rock im Park"-Tickets
Durchschnittlich 300 Euro mussten die Parkrocker in diesem Jahr für das Wochenendticket zahlen. Das sei ungefähr so viel wie im vergangenen Jahr, sagt Krämer. Den Gästen werde dafür drei Tage Live-Musik von Headlinern wie Iron Maiden und Linkin Park geboten, inklusive Camping und Parken.
Doch allein mit dem Ticket sei es nicht getan, heißt es vom Landesamt für Statistik. Dieses hat errechnet, welche Kosten sonst noch auf Festivalgänger allgemein zukommen. Besonders die Anfahrt wird demnach zum Kostenfaktor: Im Mai lagen die Preise für Kraftstoffe im Vorjahresvergleich um 16,6 Prozent deutlich höher. Auch Bahntickets waren etwas teurer.
Campingausrüstung wie Zelt, Schlafsack und Luftmatratze waren dagegen günstiger als noch vor einem Jahr. Für typisches Festival-Essen wie Dosensuppen, Fertiggerichte und Cornflakes müssen die Festivalgänger jedoch tiefer in die Tasche greifen.
Auch Getränke wie Limo, Bier und Mineralwasser kosten mehr.