Rolle rückwärts beim WDR: Beliebter Radiosender wird doch anders genannt

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Von Jonas-Erik Schmidt

Köln - Die Kritik hat gefruchtet! Der WDR verzichtet auf die geplante Namensänderung von Cosmo zu 1 Live Street und will den Sender anders nennen.

Die Kritik an der geplanten Namensänderung von Cosmo scheint beim WDR doch auf Gehör gestoßen zu sein.
Die Kritik an der geplanten Namensänderung von Cosmo scheint beim WDR doch auf Gehör gestoßen zu sein.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Resonanz habe laut der Rundfunkanstalt gezeigt, dass 1Live Street als "diskriminierende Reduzierung vielfältiger migrantischer Lebensrealitäten auf ein einziges, klischeehaft aufgeladenes Bild gelesen werden" könne.

Die Idee für den Namen sei ursprünglich bei der Entwicklung des neuen Programms mit dem musikalischen Schwerpunkt Hip-Hop entstanden, erläuterte der Sender.

Bei einer Publikumsbefragung sei er gut angekommen. Mehr als ein Drittel der Befragten habe dabei eine internationale Biografie gehabt.

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"Und trotzdem hätten wir berücksichtigen müssen, dass 'Street' und 'Straße' gesellschaftlich auch mit Marginalisierung, sozialer Benachteiligung und Ausgrenzung verknüpft werden", erklärte der WDR weiter.

Neuer Name steht noch nicht fest

Der WDR verwies darauf, dass er sich seit vielen Jahren mit struktureller Benachteiligung, Diskriminierung und gesellschaftlicher Vielfalt auseinandersetze. "Umso mehr bedauern wir diesen Fehler."

Ein Schnellschuss soll die Suche nach einem alternativen Namen nun nicht werden. Voraussichtlich im Herbst werde ein neuer Titel feststehen, kündigte der WDR an.

Der Sender hatte Anfang Juni die Umbenennung seiner Programme Cosmo und 1Live Diggi sowie deren Neuausrichtung beschlossen. Cosmo sollte im Frühjahr 2027 zu 1Live Street werden, aus 1Live Diggi das neue Programm 1Live Lounge.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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