Hamburg - In ihrem Podcast "Die Leute lieben das" sprechen Sängerin Nina Chuba (27) und ihr Drummer Momme Hitzemann (24) offen über mentale Gesundheit. So auch in der aktuellen Folge, in der die Musikerin offenbart, dass es ihr in den vergangenen Wochen psychisch nicht gut ging.
Aus diesem Grund erschien die neue Episode ausnahmsweise nicht wie gewohnt am Donnerstag, sondern erst am Freitag. Fast wäre sie ganz ausgefallen, wie Hitzemann verrät.
Grund dafür war Nina Chubas Gesundheitszustand. "Nachdem wir letzte Woche unsere Folge aufgenommen haben, das war an dem Tag, wo ich auch aus Sri Lanka gelandet bin, habe ich direkt nochmal eine kleine Reise unternommen", so die Sängerin.
Eine Reise allerdings nicht geografischer, sondern emotionaler Natur: "Ich hab mein Emotional Baggage eingepackt und bin ins Tal der Tränen gereist."
Wie schwer diese Phase war, macht sie gleich danach deutlich: "Ich hatte ein emotionales Tief, wie ich es bisher erst ungefähr dreimal in meinem Leben gespürt habe. Es hat mich richtig, richtig gepackt." Chuba vermutet, dass sie in ein "verspätetes Tour- und Album-Down" gefallen ist.
Besonders belastend sei ihre Hypochondrie gewesen: "Ich bin ganz schlimm hereingerutscht – schlimmer denn je", erzählt Chuba. "Ich war die letzte Woche der festen Überzeugung, dass ich todkrank bin und bin jeden Abend mit dem Gedanken eingeschlafen, dass ich nicht mehr viel Zeit habe."
Nina Chuba: "Das treibt meinen Kopf in die Angst"
Tatsächlich waren es körperliche Beschwerden, die die Ängste verstärkten: Chuba litt unter "extremen Knieschmerzen" und einem bakteriellen Infekt.
Nach einem wahren Arztmarathon stellte ein Orthopäde schließlich fest: beidseitige Patella-Sehnenentzündung. Die Sängerin vermutet, dass die Schmerzen vielleicht vom vielen Qigong auf Sri Lanka stammen könnten, auch wenn ihr Sport sonst nie Probleme gemacht habe.
Doch trotz klarer körperlicher Erklärungen war ihre Psyche noch stark belastet. Chuba erklärt: "Mein Kopf sucht sich dann ein Ventil, um meine Energie loszuwerden – und das ist die Angst."
Ihr Leben sei von "großen Gefühle" geprägt: "[...] Letztes Jahr negative in meinem Privatleben, positive in meiner Karriere. Jetzt ist beides super, und ich habe gerade nichts zu tun – das treibt meinen Kopf in die Angst."
Hilfe fand sie bei Familie, Freunden und Fans: "Es war wirklich schön zu wissen, dass man trotzdem noch geliebt wird, auch wenn man am Boden ist." Zusätzlich half ihr dreimal wöchentliche Therapie: "Meine Therapeutin hat gesagt: 'Nina, das ist jetzt eine ganz große Chance, bedingungslose Liebe zu erfahren.' Und sie hatte recht."
Inzwischen befinde sich die Sängerin wieder auf dem Weg aus dem Tal der Tränen heraus: "Ich hoffe, dass ich langsam den Gipfel der Freude wieder erklimmen kann."