Berlin - Der Unternehmer und Influencer Aaron Troschke (36) ist ein großer Fan von Hertha BSC Berlin. Jetzt will er bei seinem Verein auch selbst Verantwortung übernehmen.
Laut einem Bericht von "RTL" kandidiert der 36-Jährige bei der kommenden Mitgliederversammlung des Zweitligisten am 26. April für einen Platz im Aufsichtsrat.
Troschke, der einem breiten Publikum vor allem durch seinen Auftritt bei "Wer wird Millionär?" bekannt wurde, verbindet mit Hertha eine lange persönliche Geschichte.
"Hertha BSC ist mein Verein - in guten wie in schlechten Zeiten. Irgendwann wurde aus Gucken Mitfiebern, aus Mitfiebern Liebe", sagte er zu "RTL". Besonders prägend sei für ihn ein Stadionbesuch mit seinem Sohn gewesen, bei dem Spieler Fabian Reese (28) dem Kind ein Trikot schenkte.
Seine Kandidatur versteht Troschke als Herzensangelegenheit. Er wolle dazu beitragen, den Verein stärker zusammenzuführen und an den eingeschlagenen Kurs des verstorbenen Präsidenten Kay Bernstein (†43) anzuknüpfen. "Hertha ist ein toller Verein. Wir müssen mehr zusammen rutschen und den Berlin Weg von Kay weitergehen", erklärte er.
Auf Instagram zeigt Aaron Troschke seine Liebe zur Alten Dame
Influencer will Erfahrung im Medienbereich einbringen
Gleichzeitig räumte er ein, dass es im Klub derzeit Herausforderungen gebe: "Hertha hat einige Probleme, aber dafür muss ich erst einmal in den Rat kommen, um sie anzusprechen und zu wissen, warum es so ist."
Inhaltlich setzt Troschke vor allem auf Kommunikation und Außendarstellung. Aus seiner beruflichen Erfahrung im Medien- und Digitalbereich leite er konkrete Ansätze ab, die er im Verein einbringen möchte.
Zugleich betonte der Webvideoproduzent die gesellschaftliche Rolle des Vereins und hob bestehende Initiativen hervor.
"Dieser Verein ist besonders, alleine, dass ein Elternteil mit Kids4Free kostenlos ein Kind mit ins Stadion nehmen kann oder es die Becher-Spendenaktionen der Ostkurve gibt. Das müssen wir viel mehr zeigen, wie sympathisch Hertha BSC ist."
Sportlicher Erfolg allein dürfe nicht die einzige Botschaft sein. "Es laufen Sachen nicht bei Hertha, aber ich will erst mal wissen, warum Sachen scheiße laufen und ob ich diese Dinge mit meinen Ideen verbessern kann."