Abzock-Skandal um Knossi: Erfolgsautor Stuckrad-Barre gibt Statement ab

Berlin - Es geht um Fan-Betrug und eine miese Abzock-Masche: Der Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre (49, "Panikherz") hat sich in die Debatte um den Fanblast-Skandal eingeschaltet und sich zu Twitch-Streamer Knossi (39) geäußert.

Benjamin von Stuckrad-Barre (49) ist für seinen scharfen Beobachtungssinn bekannt.
Benjamin von Stuckrad-Barre (49) ist für seinen scharfen Beobachtungssinn bekannt.  © Sebastian Gollnow/dpa

In der aktuellen Folge des Podcasts "Hotel Matze" erzählte der 49-Jährige, wie er bei Recherchen eher zufällig auf den Namen des Entertainers gestoßen sei, und zwar im Zusammenhang mit Berichten über die App Fanblast, die Knossi mitbegründete.

Stuckrad-Barre machte dabei klar, dass er mit der Person Knossi (bürgerlich: Jens Heinz Richard Knossalla) bislang kaum Berührungspunkte hatte.

"Ich weiß nicht, wer oder was Knossi ist, und habe von all dem noch nie gehört", verriet Stuckrad-Barre.

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Gerade diese Unkenntnis empfinde er jedoch als reizvoll. Es sei "sau spannend", sich in solche digitalen Parallelwelten zu vertiefen, die im eigenen Umfeld kaum eine Rolle spielten, bekannte der "Soloalbum"-Autor.

Konkret sprach Stuckrad-Barre über Vorwürfe rund um Fanblast. Nach seiner Darstellung sei dort der Eindruck erweckt worden, Fans könnten direkt mit Influencern und Streamern kommunizieren, tatsächlich hätten jedoch Angestellte die Chats übernommen.

Dies habe er als problematische Täuschung wahrgenommen, wie sie auch von einem Internetanwalt öffentlich kritisiert worden sei.

Benjamin von Stuckrad-Barre spricht bei "Hotel Matze" über Knossi

Jens "Knossi" Knossalla (39) ist aus der Twitch-Welt nicht mehr wegzudenken.
Jens "Knossi" Knossalla (39) ist aus der Twitch-Welt nicht mehr wegzudenken.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Insgesamt zeigte sich Stuckrad-Barre weniger empört als neugierig. Ihn interessiere, "was eigentlich da so los ist", jenseits der eigenen kulturellen Blase. Gerade Phänomene wie Knossi stünden exemplarisch für eine Öffentlichkeit, die riesig sei, ohne im eigenen Bekanntenkreis stattzufinden.

Über den Vorfall hatte der YouTuber RobBubble berichtet. Demnach sitze am anderen Ende der Leitung eine externe Agentur, deren Mitarbeiter den Schreibstil und Tonfall der Stars imitieren. Für die angeblichen Privatnummern der Stars müssen die Nutzer Geld bezahlen.

Knossi erklärte damals, dass er Teil des Gründungs- und Investorenteams gewesen sei und keinen Einfluss auf die Entwicklung der Firma gehabt haben soll. Zudem habe er keine Kenntnisse der aktuellen Ereignisse gehabt.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa, Sebastian Gollnow/dpa (Bildmontage)

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