Aufschlagriese und Taube bringen Alexander Zverev zur Verzweiflung

Hamburg/Sydney - Der Frust musste raus! Tennis-Star Alexander Zverev (28) hat sein zweites Gruppenspiel beim United Cup in Sydney verloren. Eine Taube und eine Verwarnung brachten den Deutschen zur Verzweiflung.

Alexander Zverev (28) diskutierte mit Schiedsrichter Mohamed Lahyani (59).
Alexander Zverev (28) diskutierte mit Schiedsrichter Mohamed Lahyani (59).  © Rick Rycroft/AP/dpa

Nach dem lockeren Sieg zum Auftakt gegen den Niederländer Tallon Griekspoor (26) musste Zverev am Montag den ersten Rückschlag in der Vorbereitung auf die Australian Open einstecken. Gegen den Polen Hubert Hurkacz (28) sah der Hamburger kein Land und verlor mit 3:6 und 4:6.

Vor allem gegen die Aufschläge des 28-Jährigen fand Zverev keine Mittel. Dabei war es für den ehemaligen Top-Ten-Spieler sein erstes Match seit dem 12. Juni 2025. Doch von fehlender Spielpraxis war wenig zu sehen. Hurkacz haute Zverev 21 Asse um die Ohren und ließ bei eigenem Aufschlag nichts zu.

Das führte beim Deutschen zu sichtbarem Frust. Während eines Ballwechsels flog plötzlich eine Taube über den Platz und irritierte Zverev. Der beschwerte sich daraufhin bei Schiedsrichter Mohamed Lahyani (59), doch der Schwede ließ weiterspielen, anstatt den Punkt zu wiederholen.

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Mit der Entscheidung war Zverev alles andere als einverstanden und zerschmetterte beim Gang an die deutsche Box das Mikrofon, das eigentlich die Gespräche zwischen Spieler und Team aufzeichnen sollte.

Alexander Zverev bangt mit dem deutschen Team ums Weiterkommen

Zverev musste einen ersten Rückschlag in der Vorbereitung auf die Australian Open einstecken.
Zverev musste einen ersten Rückschlag in der Vorbereitung auf die Australian Open einstecken.  © Mark Evans/AAP/dpa

Sportlich konnte sich Zverev gegen Hurkacz wenig vorwerfen lassen. In den Pausen schaute er sich bereits auf dem Tablet an, was er besser machen konnte. Doch gegen die Hammer-Aufschläge des Polen blieb er machtlos.

Fast schon bettelnd ging der Blick des 28-Jährigen immer wieder zur deutschen Box, doch auch die konnte ihm nicht helfen.

Als es zu einer Verwarnung wegen der Zeitüberschreitung bei eigenem Aufschlag kam, war es schließlich zu viel für Zverev. Erst diskutierte er, dann verlor er den Punkt und damit auch das Aufschlagspiel. Am Ende musste der Schläger dran glauben, von dem nicht mehr viel übrig war, als er mit ihm fertig war.

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Nach 82 Minuten war die Partie zu Ende. Weil auch Eva Lys (23) gegen die einstige Weltranglisten-Erste Iga Swiatek (24) in drei Sätzen verlor, standen die Deutschen bereits nach den Einzeln als Verlierer fest. Um noch eine Chance aufs Weiterkommen zu haben, müssen die Deutschen hoffen, dass die Niederlande Polen möglichst ohne Niederlage schlägt.

Titelfoto: Mark Evans/AAP/dpa

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