Alice Schwarzer kritisiert Eintrittsgelder für Kölner Dom: "Er gehört uns allen!"

Von Christoph Driessen, Jonas Reihl

Köln - Obwohl sie selbst nicht von der neuen Regelung betroffen ist, hat Frauenrechtlerin Alice Schwarzer (83) die angekündigten Eintrittsgelder für den Kölner Dom kritisiert.

Alice Schwarzer (83) lebt selbst seit vielen Jahren in Köln und trägt als Mitglied des Zentral-Dombau-Vereins zum Erhalt des Doms bei. Die angekündigten Eintrittsgelder sieht sie dennoch kritisch.
Alice Schwarzer (83) lebt selbst seit vielen Jahren in Köln und trägt als Mitglied des Zentral-Dombau-Vereins zum Erhalt des Doms bei. Die angekündigten Eintrittsgelder sieht sie dennoch kritisch.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Ich finde es bedauerlich, dass man für den prächtigen Dom Eintritt zahlen soll", sagte die in Köln lebende 83-Jährige der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Er gehört uns allen." 

Zumal die Kölner Diözese ihrer Information zufolge ohnehin "die reichste der Welt" sei, erklärt Schwarzer.

Für sie selbst habe die Regelung allerdings keine Folgen: "Ich bin als Kölnerin Mitglied des Dombauvereins und muss gewiss nicht zahlen." 

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Für Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen sowieso zum Erhalt des Doms beitragen, bleibt der Besuch der Kathedrale kostenfrei, ebenso wie für Gottesdienstbesucher und Betende.

Ab Juli sollen touristische Besucher für den Eintritt in den Kölner Dom zur Kasse gebeten werden. Wie hoch der Eintritt ausfallen wird, ist noch ungewiss.
Ab Juli sollen touristische Besucher für den Eintritt in den Kölner Dom zur Kasse gebeten werden. Wie hoch der Eintritt ausfallen wird, ist noch ungewiss.  © Henning Kaiser/dpa

Eintrittsgelder von Touristen sollen für Pflege, Schutz und Betrieb von Kölner Dom genutzt werden

Nach Angaben von Dompropst Guido Assmann sind aber 99 Prozent der Besucher Touristen. Sie sollen ab Juli eine "Besichtigungsgebühr" entrichten. 

Mit der Gebühr sollen die gestiegenen Kosten unter anderem für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb des Doms gedeckt werden, die die Einnahmen seit Jahren übersteigen.

Titelfoto: Bildmontage: Henning Kaiser/dpa, Rolf Vennenbernd/dpa

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