Bekannt aus "Tatort" und "Großstadtrevier": Schauspieler Arthur Brauss (†89) gestorben
Hamburg/München - Am Samstag ist der deutsche Schauspieler Arthur Brauss im Alter von 89 Jahren verstorben. TV-Zuschauer kannten ihn durch seine Rollen im "Tatort" und aus dem "Großstadtrevier".
Alles in Kürze
- Schauspieler Arthur Brauss ist 89-jährig verstorben
- Bekannt durch Rollen in Tatort und Großstadtrevier
- Früher deutscher Jugendmeister im Stabhochsprung
- Studium in den USA, dann Schauspielkarriere
- Letzter TV-Auftritt 2014 in Morden im Norden

Gegenüber der Bild bestätigte eine langjährige Freundin des Schauspielers seinen Tod.
In jüngeren Jahren sorgte Brauss zunächst noch als Sport-Ass für Aufsehen. 1954 wurde er mit übersprungenen 3,60 Metern deutscher Jugendmeister im Stabhochsprung. Dem Sport kehrte er später den Rücken, er wollte lieber hinaus in die große, weite Welt.
Nach seiner erfolgreichen Lehre bekam Brauss ein Stipendium in den USA, wo er fortan Mathe und VWL studierte. Dort entdeckte er schließlich auch seine Leidenschaft für die Schauspielerei.
1963 kehrte Brauss nach Deutschland zurück und feierte in "Verspätung in Marienborn" sein Kino-Debüt. Es folgten zahlreiche internationale Produktionen.
Hierzulande wurde er vor allem durch seine Rollen als Polizist Richard Block im "Großstadtrevier" oder in unzähligen Krimis wie "Tatort", "Der Alte", "Derrick" oder "Polizeiruf 110" bekannt.
Seinen letzten TV-Auftritt hatte Brauss in der TV-Serie "Morden im Norden" im Jahr 2014. Danach zog es ihn auf die Theaterbühne, wo er 2009 als Götz von Berlichingen bei den Burgfestspielen in Jagsthausen brillierte.
Zuletzt lebte er mit seiner Ehefrau, der Schauspielerin Marie Poccolin, im Münchner Stadtteil Schwabing.
Titelfoto: IMAGO / Spöttel Picture