Berlinale-Präsident Wim Wenders will, dass ihm im Kino schwindlig wird
Von Lisa Forster, Sabrina Szameitat und Julia Kilian
Berlin - Regisseur Wim Wenders (80) sitzt im Kino am liebsten in der zweiten Reihe. Ob einem so weit vorne im Kino nicht schwindlig wird?
"Das ist ja gerade meine Hoffnung: dass der Film mich umhaut oder mich 'schwindelig spielt', in der Fußballersprache", erklärte Wenders der Deutschen Presse-Agentur. Der Filmemacher ist in diesem Jahr Jurypräsident der Berlinale.
"Aber ehrlich: Da vorne hat man die beste Sicht und der Film füllt das ganze Gesichtsfeld. Ich mag nicht ein Meer von Leuten vor mir sehen, ich will das Filmbild sehen, so groß wie möglich."
Wenders ("Perfect Days", "Paris, Texas") führt die Internationale Jury an, die bei den Filmfestspielen in Berlin entscheidet, wer die Auszeichnungen im Wettbewerb bekommt. Das Festival beginnt am Donnerstag (12. Februar).
"Ich hab' das ja mal in Cannes gemacht, vor 37 Jahren, und das war die beste Zeit, die ich je auf einem Filmfestival hatte. Unvergesslich", schrieb Wenders.
Preiswürdig mache einen Film, wenn er entweder denke: "Den hätte ich auch gern gemacht!" oder "Den hätte ich nie machen können!".
Titelfoto: Oliver Berg/dpa
