Modeblogger Carl Jakob Haupt: Ehefrau schlief noch eine Nacht neben seinem toten Körper

Berlin - Ihre Liebe hätte schöner und tragischer kaum sein können: Am 19. April verlor Giannina Haupt ihren Ehemann, den Modeblogger Carl Jakob Haupt, wegen einer Krebserkrankung. Jetzt spricht das Model öffentlich über die letzten Stunden mit seinem Seelenverwandten.

Giannina (25) und ihr verstorbener Ehemann Carl Jakob Haupt (†34).
Giannina (25) und ihr verstorbener Ehemann Carl Jakob Haupt (†34).  © Instagram/gia_escobar

Erst knapp drei Monate waren die beiden ein Paar, als der mit gerade einmal 34 Jahren verstorbene Berliner ihr von seiner Magenkrebs-Diagnose erzählte.

"Wir haben damals beschlossen, dass uns dieser Mist nicht kleinkriegen wird. Wir haben quasi in einen überpositiven Kampfmodus geschaltet", erinnert sich die 25-Jährige gegenüber Bild.

"Doch vor wenigen Wochen ist Jakob nun in meinen Armen gestorben."

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Als feststand, dass Jakob den Kampf gegen den Krebs nicht gewinnen konnte, machte er seiner Liebsten kurzerhand einen Antrag.

"Wir haben schnell geheiratet. Aber nicht, weil ich Angst hatte, Jakob bald zu verlieren, sondern weil wir nicht wussten, wie er die Chemos verträgt und wie viel Party dann noch geht", so die junge Witwe.

Unter einem 100-jährigen Baum auf Sizilien gaben sie sich schließlich im vergangenen September das Ja-Wort.

Lange sollten sie ihr Glück nicht mehr genießen dürfen. Bereits Anfang 2019 ging es dem einstigen Party-König stetig schlechter. Nach ewiger Suche entschied sich Gia schließlich für den Ort, an welchem Jakob seine letzten Tage verbringen sollte - "das Sukhavati am See in Bad Saarow fand, etwa eine Stunde entfernt von Berlin. Ein Ort, an dem Menschen sterben, aber auch einer, an dem Familien Urlaub machen oder Angehörige eine Pause, die jemanden pflegen. Ruhe, Wasser, Sonne. Das war es."

Jetzt spricht die junge Witwe über die letzten Tage und Monate mit ihrem Ehemann.
Jetzt spricht die junge Witwe über die letzten Tage und Monate mit ihrem Ehemann.  © Instagram/gia_escobar

Auch dort wich seine Frau ihm nicht von der Seite. An seinem letzten Abend, Gründonnerstag, sei Jakob ganz entspannt gewesen.

"Wir haben darüber geredet, dass wir am nächsten Tag zusammen Sterne anschauen wollten und an den See runterfahren. Dann sind wir eingeschlafen", so Giannina.

"Um fünf Uhr am Karfreitagmorgen hat Jakob mich geweckt und versucht zu sprechen. Ich habe ihn erst nicht verstanden – und dann kapiert, dass das Sterben jetzt losgeht."

Sie habe geweint, gelächelt und gesagt, er könne jetzt gehen, er sei jetzt frei und müsse keine Schmerzen mehr haben.

"Jakob, du kannst fliegen', hab ich gesagt, ihn geküsst – und gespürt, wie er geht. Es war ein gutes Gefühl. Seine Seele war nicht mehr in seinem Körper, aber sie war noch da, ich habe sie gespürt, bin einfach neben ihm liegen geblieben."

Eine ganze Nacht habe sie noch neben dem toten Körper ihres Mannes verbracht. "Das war nicht gruselig oder komisch, es war irgendwie natürlich. Wenn ein Mensch geht, dann riecht er erstmal noch so wie immer und fühlt sich auch so an", erklärt sie. "Man vermisst so viel, aber es hat mir gutgetan, dass ich meinen Jakob noch einmal spüren konnte. Ich konnte noch eine letzte Nacht mit ihm verbringen, ihn vollweinen – und ihm sagen, wie sehr ich ihn liebe."

Eins steht fest: In Gianninas Herzen und denen seiner Liebsten wird Carl Jakob Haupt für immer weiterleben.

Titelfoto: Instagram/gia_escobar

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