Berlin - Bislang kannte man Bruno Alexander (26) vor allem aus der Serie "Die Discounter". Im neuen Kinofilm "Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" übernimmt der 26-Jährige nun die Hauptrolle und gilt plötzlich als Kandidat für den Titel "Bester Schauspieler Deutschlands". Wie fühlt sich das an?
"Ehrlich gesagt bedeutet es mir schon viel, überhaupt nominiert zu sein - neben zwei super Schauspielern. Das ist Ehre genug. Wenn ich den Preis gewinne, dann wäre das auf jeden Fall extra krass", erklärt Alexander im Gespräch mit TAG24.
Als er erfuhr, dass er für den Deutschen Filmpreis als bester Schauspieler nominiert ist, hatte er den Vormittag verschlafen und wurde schließlich von einer Flut verpasster Anrufe und Nachrichten geweckt. Im ersten Moment war er damit völlig überfordert.
Die Rolle des Joachim in dem Film von Simon Verhoeven habe er vor allem aus einem bestimmten Grund angenommen: "Ich glaube, dass es das Beste aus beiden Welten hatte. Es war nicht nur eine Komödie und auch nicht nur ein Drama, sondern es war eben beides. Das fand ich sehr schön."
Das Projekt unterschied sich dennoch deutlich von seinen bisherigen Arbeiten: Zum ersten Mal stand er nicht selbst hinter der Kamera, sondern war ausschließlich als Schauspieler tätig.
"Ich musste dennoch lernen abzugeben und darauf zu vertrauen, dass Simon (der Regisseur) das sieht, was ich ihm anbiete und dass wir die gleichen Sachen an der Rolle interessant finden. Außerdem musste ich nach langer Zeit wieder Text lernen, das war neu", so der 26-Jährige. Bei "Die Discounter" hingegen sei vieles improvisiert entstanden.
Bruno Alexander über seine neuen Kino-Pläne
Seine Nervosität halte sich noch in Grenzen. "Die ist tatsächlich so bei 1 von 10. Also sehr, sehr weit unten. Gerade bin ich noch nicht so aufgeregt. Aber das ist auch mein Problem, weil ich nie aufgeregt bin", gesteht der TV-Star.
Die Nominierung habe seinen Blick auf Erfolg nicht verändert. "Es ändert auf jeden Fall nichts an meiner Persönlichkeit oder meinem Charakter."
In Zukunft gibt es keine bestimmten Rollen, die er übernehmen möchte. Stattdessen setzt er auf eigene Projekte: "Ich habe schon Lust, meinen eigenen Stil ins Kino zu übertragen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das eine breite Masse abholen könnte - auch von jungen Leuten."
Seine größte Motivation dabei? "Ich finde es toll, dass gerade so viele Leute ins Kino gehen und dass das Kino gerade wieder einen neuen Hype erlebt. Es war lange, vor allem durch Corona, abgeflacht. Jetzt kommt es gerade wieder und deswegen habe ich voll Lust, auch mehr Kino zu machen."
Am 29. Mai entscheidet sich, ob Alexander den Deutschen Filmpreis in der Kategorie "Bester Schauspieler" mit nach Hause nehmen kann.