Dr. Wimmer erklärt: Woran erkennt man eine Wochenbettdepression?

Hamburg – Nach der Geburt eines Kindes ist man nicht nur überglücklich, sondern auch übermüdet und überfordert. Ist dieser Zustand jedoch nicht nur vorübergehend, kann es sich um eine sogenannte Wochenbettdepression handeln.

Dr. Johannes Wimmer (38) klärt seine Follower auf.
Dr. Johannes Wimmer (38) klärt seine Follower auf.  © Fotomontage: Instagram/doktorjohanneswimmer

Dass man bei den Symptomen genauer hinsehen sollte, macht Dr. Johannes Wimmer (38) in seinem neuen Video auf Instagram deutlich. "Bei einer Wochenbettdepression handelt es sich um eine ernstzunehmende Erkrankung, die nicht mit einer Mütze Schlaf geregelt werden kann", erklärt der Mediziner.

Ein Neugeborenes zu umsorgen sei nicht nur eine anspruchsvolle Aufgabe, hinzu komme auch, dass sowohl die Schwangerschaft als auch die Geburt selbst körperliche und mentale Veränderungen mit sich bringen, mit denen man erst einmal zurechtkommen müsse.

Neben den vielen positiven Gefühlen seien auch Stimmungstiefs, das Gefühl von Hilflosigkeit oder Überforderung sowie Reizbarkeit zunächst völlig normal. Im Normalfall dauere diese Phase meist nur kurz an und gehe von selbst vorüber, sobald sich die Abläufe mit dem Baby eingespielt haben.

TV-Arzt Dr. Wimmer klärt auf: Ab dann bist Du ein Fall für die Notaufnahme!
Dr. Johannes Wimmer TV-Arzt Dr. Wimmer klärt auf: Ab dann bist Du ein Fall für die Notaufnahme!

Wenn die gedrückte Stimmung jedoch bleibe oder sogar stärker werde, könne es sich um eine Wochenbettdepression handeln. Das wiederum könne gravierende Folgen für die eigene Gesundheit und die Beziehung zum Kind haben. "Müttern, die unter einer Wochenbettdepression leiden, fällt es häufig schwer, eine Bindung zu ihrem Kind aufzubauen, obwohl sie es wollen", so Wimmer. Diese Mütter hätten ihrem Baby gegenüber dann häufig Schuldgefühle.

Doch woran erkennt man überhaupt, ob man von der Erkrankung betroffen ist?

Dr. Wimmer erklärt die Gefahr einer Wochenbettdepression!

So erkennst Du die Krankheit!

Der Mediziner steht seinen Followern mit Rat und Tat zur Seite.
Der Mediziner steht seinen Followern mit Rat und Tat zur Seite.  © Fotomontage: Instagram/doktorjohanneswimmer

Der TV-Arzt zählt die häufigsten Symptome auf: Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Interessensverlust, dauerhafte Überforderung, Selbstzweifel, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Freudlosigkeit, Antriebsmangel oder sogar Gedanken daran, sich selbst oder dem Kind etwas anzutun.

Was kannst Du also tun?

  • gönne Dir bewusste Pausen
  • Lasse Dich nicht von geschönten Bildern täuschen (vor allem auf Social Media)
  • kommuniziere ehrlich
Dr. Johannes Wimmer klärt auf: So kommt Ihr gegen die "Frühjahrs-Müdigkeit" an
Dr. Johannes Wimmer Dr. Johannes Wimmer klärt auf: So kommt Ihr gegen die "Frühjahrs-Müdigkeit" an

Am wichtigsten ist jedoch: Wenn Du das Gefühl hast, an einer Wochenbettdepression zu leiden, bitte aktiv um Hilfe, zum Beispiel bei einem Psychiater oder der Telefonseelsorge.

Titelfoto: Fotomontage: Instagram/doktorjohanneswimmer

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