Drogen, Kneipen-Schlägereien und Ausschweifungen: Neue Details zu Dumbledore-Schauspieler enthüllt

London - Viele dürften Richard Harris (†72) als sanften und weißen Zauberer Albus Dumbledore aus den Harry Potter Filmen kennen. Doch der Schauspieler liebte offenbar zügellose Ausschweifungen und steckte tief im Drogensumpf. Jetzt offenbarten seine Söhne pikante Details aus einem skandalträchtigen Leben.

Liebte zeit seines Lebens Ausschweifungen: Dumbledore-Schauspieler Richard Harris (†72)
Liebte zeit seines Lebens Ausschweifungen: Dumbledore-Schauspieler Richard Harris (†72)  © Montage: PATRICK HERTZOG / AFP, AFP

Ab Samstag will eine TV-Dokumentation Licht in das Leben des von vielen "als schwierigen Menschen" beschrieben Schauspielers bringen. "The Sun" konnte vorab einen Blick erhaschen.

"Ich kam in sein Schlafzimmer und es war wie eine Szene aus Scarface", erzählt Sohn Jamie Harris (59). "Er hatte einen Beutel mit einem Pfund Kokain auf den Teppich fallen lassen, der aufplatzte, und sein Gesicht lag mitten drin." Jamie ergänzt: "Mein Vater war unberechenbar!"

Jared (61), ein weiterer Sohn des Schauspielers, erinnert sich gar an eine wilde Kneipenschlägerei, angezettelt vom Dumbledore-Schauspieler, der damals schon 70 war. "Papa tut so, als wolle er sein Guinness abstellen, springt dann auf und haut den Mann um." Es war ein "Sucker-Punch", stellt Jared fest, ein heimtückischer Faustschlag ohne Vorwarnung.

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"Der Typ liegt bewusstlos auf dem Boden und seine Freundin tanzt herum und schreit: 'Du hast meinen Freund getötet', also schüttet Dad dem Kerl sein restliches Bier ins Gesicht." Der Mann rannte davon, wohl wissend, dass er "die zweite Runde nicht gewinnen könne", erzählt Jared.

"Er hatte immer ein gewisses Maß an Wut, das ging nie weg", sagt Jared über seinen Vater.

Richard Harris: Genie und Wahnsinn liegen häufig dicht beieinander

Richard Harris bei einer Preisverleihung im Jahre 2000. Damals stand er schon als Dumbledore vor der Kamera, prügelte sich aber trotzdem in einer Kneipe.
Richard Harris bei einer Preisverleihung im Jahre 2000. Damals stand er schon als Dumbledore vor der Kamera, prügelte sich aber trotzdem in einer Kneipe.  © PIERRE VERDY / AFP

Überhaupt sei ihr Vater ein notorischer Frauenheld gewesen, plauderten seine Söhne aus. Irgendwann habe es dann auch ihrer Mutter gereicht und sie reichte die Scheidung ein, 1969 war das.

Harris hat daraufhin einen Privatjet gemietet und flog eine Woche lang quer durch Europa, um Party zu machen. Ein Fotograf, der dabei war, erzählte: "Das Erste, was Richard tat, war, eine amerikanische Nonne anzumachen."

Seiner Exfrau hinterließ er indes ein fieses "Geschenk zur Scheidung" - eine Kuhglocke, "damit er sie immer kommen hört".

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Doch der Star wusste wohl um seine Dämonen. Er sagte einmal: "Ich bin ein exzessiver Mensch. Ich kann dem ersten Drink widerstehen, aber nicht dem zweiten."

Seine Ausschweifungen gab er freimütig zu: "Wenn ich trank, verschlang ich Alkohol. Wenn ich gekokst habe, habe ich Koks verschlungen. Wenn ich mich in der Liebe vergnügte, verschlang ich Frauen." Seit Ende der 80er Jahre war der Schauspieler dem Vernehmen nach aber clean.

Richard Harris spielte in mehr als 80 Filmen (unter anderem "Gladiator" und "Harry Potter"). Zweimal war der gebürtige Ire für den Oscar nominiert. 2002 starb Harris im Alter von 72 Jahren an einem Krebsleiden. "The Ghost Of Richard Harris" ist ab Samstag auf dem britischen Streaming-Dienst Sky zu sehen.

Titelfoto: Montage: PATRICK HERTZOG / AFP, AFP

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