Ehrung für Dieter Nuhr: Zentralrat der Juden zeichnet Kabarettisten aus

Von Julia Kilian

Berlin - Der Kabarettist Dieter Nuhr (56) wird mit dem Leo-Baeck-Preis geehrt. Der Zentralrat der Juden würdigt damit unter anderem, dass er in der Israel-Debatte immer wieder auf doppelte Maßstäbe aufmerksam mache.

Am 10. Juni wird Dieter Nuhr (56) die Auszeichnung in Berlin erhalten.  © David Young/dpa

Außerdem werde Nuhrs entschiedener Einsatz "gegen Antisemitismus in der Medienlandschaft" gewürdigt, teilte der Zentralrat in Berlin mit. Er setze sich "mit herausragender Klarheit" gegen Antisemitismus ein.

"Dabei nutzt er seine Rolle als Kabarettist und seine Plattform im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, um konsequent Doppelstandards in der deutschen Debatte um Israel offenzulegen", teilte Präsident Josef Schuster (72) mit.

"Mit seinen Beiträgen setzt er einen Kontrapunkt zu antisemitischen Narrativen in der deutschen Medienlandschaft und positioniert sich klar an der Seite jüdischen Lebens."

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Die Auszeichnung soll Nuhr am 10. Juni in Berlin verliehen werden, die Laudatio soll der Autor Ahmad Mansour halten.

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Die Auszeichnung erinnert an den Rabbiner Leo Baeck (1873-1956). Gewürdigt wurden damit unter anderem die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff sowie die frühere Kanzlerin Angela Merkel. Die seit 1957 vergebene Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert.

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