"Ungeheuerliche Lügen": Elon Musk geht rechtlich gegen ZDF vor

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Mainz/Washington - Der US-Unternehmer Elon Musk (54) hat angekündigt, wegen der Berichterstattung des ZDF über Äußerungen von ihm im Zuge der ausländerfeindlichen Proteste in Nordirland rechtliche Schritte gegen den Sender einzuleiten.

Elon Musk (54) hat rechtliche Schritte gegen das ZDF angekündigt.
Elon Musk (54) hat rechtliche Schritte gegen das ZDF angekündigt.  © Allison Robbert/AFP Pool via AP/dpa

"Gegen das ZDF wird wegen seiner ungeheuerlichen Lügen rechtlich vorgegangen", erklärte Musk am Montagabend in seinem Onlinedienst X.

Zuvor hatte Ex-"Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt (46) auf X eine Sendung des ZDF kritisiert, in der behauptet worden sei, Musk hätte "zur Jagd auf Migranten aufgerufen".

Musk hatte vergangene Woche in seinem Onlinedienst X Beiträge des rechtsextremen britischen Aktivisten Tommy Robinson sowie des Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Restore UK, Rupert Lowe, weiterverbreitet und dadurch die ausländerfeindlichen Proteste in Nordirland angeheizt.

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Der X-Eigentümer hatte sich den Aufrufen Robinsons zu Protesten in ganz Großbritannien angeschlossen und an seine 240 Millionen Follower auf X geschrieben: "Nur wenn wir wiederholt und laut protestieren, wird sich etwas ändern."

ZDF bezeichnet Formulierung als "unpräzise und dadurch missverständlich"

In der Nähe von Belfast kam es zu gewalttätigen ausländerfeindlichen Protesten.
In der Nähe von Belfast kam es zu gewalttätigen ausländerfeindlichen Protesten.  © Pa/PA Wire/dpa

Mit Blick auf diese Äußerung Musks bezeichnete Reichelt das ZDF als "Festung der Lügen". Musk habe nicht "zur Jagd auf Migranten aufgerufen", wie vom Sender behauptet, erklärte der 46-Jährige. Dies seien vielmehr "Propaganda-Lügen".

Später teilte Reichelt auf X noch ein Foto, das mutmaßlich eine Antwort des ZDF auf Reichelts Vorwürfe zeigt. In der Erklärung heißt es, die Formulierung sei "unpräzise und dadurch missverständlich" gewesen.

Reichelt sprach hingegen von "blanken Lügen" und forderte, das ZDF zu "zerschlagen". Musk antwortete auf den Beitrag Reichelts mit der Bekanntgabe, rechtliche Schritte gegen den deutschen Sender einzuleiten.

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In der Nähe von Belfast war es seit vergangener Woche an mehreren Abenden zu gewalttätigen ausländerfeindlichen Protesten gekommen. Die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen Steine werfende Demonstranten vor. Fahrzeuge und auch Häuser wurden in Brand gesteckt.

Zu den Demonstrationen hatten rechtsextreme Aktivisten aufgerufen. Auslöser war die Veröffentlichung eines Videos eines brutalen Messerangriffs, für den ein sudanesischer Migrant verantwortlich gemacht wird.

Titelfoto: Bildmontage: Allison Robbert/AFP Pool via AP/dpa / Pa/PA Wire/dpaPa/PA Wire/dpa

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