Fast ein Jahr nach seinem Tod: Witwe von Rap-Superstar Xatar (†43) bricht ihr Schweigen
Bonn - Fast ein Jahr nach dem Tod von Rap-Superstar Xatar (†43) hat sich nun erstmals dessen Ehefrau zu Wort gemeldet und damit überraschend ihr Schweigen gebrochen.
Als Giwar Hajabi, wie der Bonner Musiker mit bürgerlichem Namen hieß, im Mai 2025 das Zeitliche segnete, hinterließ er nicht nur seine liebende Ehefrau Farvah, sondern auch fünf gemeinsame Kinder. Die genauen Umstände seines Todes sind bis heute unklar.
Im Interview mit dem "General-Anzeiger" zeigt sich Farvah vor allem von der noch immer anhaltenden Anteilnahme der Fans tief bewegt. "Erst heute Morgen kniete ein weinender junger Mann auf dem Friedhof, der extra aus München angereist war", erzählt sie.
Über Xatars Todesursache spricht die Witwe nicht, dafür rückt sie das Lebensmotto ihres verstorbenen Mannes in den Fokus: "Er hat immer gesagt: 'Ich bin nicht gekommen, um zu bleiben, sondern um etwas zu hinterlassen'."
Ergänzend fügt die Fünffach-Mutter dann noch hinzu: "Seine Einstellung war: 'Es ist alles bereits geschrieben, der Stift liegt beiseite und die Tinte ist trocken.' Man muss auf Gott vertrauen, das hat er mich gelehrt."
Beim Gespräch mit dabei war auch Tobi Hille, der ehemalige Manager des Rappers. Mit ihm zusammen will Farvah nun dafür sorgen, dass Xatars letzte Projekte posthum noch fertiggestellt werden.
Um Vermächtnis von Xatar zu wahren: TV-Doku und Tribute-Konzert geplant
Neben einer eigenen TV-Dokumentation über den Gründer und Inhaber des Musiklabels "Alles oder Nix Records" ist auch noch ein großes Tribute-Konzert in Köln geplant. "Wir werden sein Erbe schützen", stellt Hille dazu klar.
Und weiter: "Das Tribute-Konzert und die Dokumentation stehen jetzt im Fokus. Alles Weitere - wie etwa sein unvollendetes Album - braucht Zeit und passiert in enger Absprache mit Farvah. Die Familie steht an erster Stelle."
Wie der Manager außerdem betont, sollen die Einnahmen aus Konzert, Doku und Album ausschließlich den Hinterbliebenen des Rappers zugutekommen. Bis kurz vor seinem Tod arbeitete Xatar an neuen Songs, darunter auch eine fast fertiggestellte Single.
Der 43-Jährige war am 8. Mai leblos in einer Kölner Wohnung aufgefunden worden. Für die Staatsanwaltschaft ergaben sich im Zuge der Ermittlungen aber keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden. Das Verfahren wurde eingestellt.
Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

