Fall Ofarim: So viel Geld wurde für Leipziger Hotelmitarbeiter gespendet

Leipzig - Mitte Februar richtete der Influencer Sanijel Jakimovski (35) ein Spendenkonto ein, um Geld für den Leipziger Hotelmitarbeiter zu sammeln, dem Gil Ofarim (43) 2021 fälschlicherweise Antisemitismus unterstellt hatte.

Gil Ofarim (43) hatte im Oktober 2021 in einem Video Antisemitismus-Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter des Leipziger Hotels "Westin" erhoben. Später hatte er vor Gericht eingeräumt, gelogen zu haben.
Gil Ofarim (43) hatte im Oktober 2021 in einem Video Antisemitismus-Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter des Leipziger Hotels "Westin" erhoben. Später hatte er vor Gericht eingeräumt, gelogen zu haben.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Wie Jakimovski nun mitteilte, sind dabei insgesamt 20.635 Euro zusammengekommen! Der gesammelte Betrag ist damit noch einmal so hoch wie die Entschädigung, die Ofarim dem Hotelangestellten Markus W. zusagte, nachdem der Sänger und mittlerweile amtierende RTL-Dschungelkönig vor Gericht eingeräumt hatte, gelogen zu haben.

Wie Jakimovski auf Instagram bekannt gab, beteiligten sich insgesamt 927 Menschen an der Sammelaktion, der im Durchschnitt überwiesene Betrag habe demnach bei 21,23 Euro gelegen.

Bemerkenswert ist dabei, dass knapp 70 Prozent der Spenden von Frauen gekommen seien.

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"Aber egal, ob 1 Euro oder 100 Euro - jeder einzelne Cent war ein Zeichen gegen Ungerechtigkeit", schrieb Initiator Jakimovski. "Danke für dieses krasse Signal!" Am Montag sei die Gesamtsumme an Markus W. überwiesen worden.

Ofarims Verhalten war Auslöser für Spendenaktion

Influencer und Trash-TV-Experte Sanijel Jakimovski (35) reagierte auf YouTube und Instagram auf das RTL-Dschungelcamp und den Fall Ofarim und startete eine Spendenkampagne für den Hotelmitarbeiter Markus W.
Influencer und Trash-TV-Experte Sanijel Jakimovski (35) reagierte auf YouTube und Instagram auf das RTL-Dschungelcamp und den Fall Ofarim und startete eine Spendenkampagne für den Hotelmitarbeiter Markus W.  © Screenshot/Instagram/SanijelJakimovski

Auslöser für die Sammelaktion war das Verhalten Ofarims im Dschungelcamp.

Dort hatte der 43-Jährige sich zunächst hinter einer angeblich bestehenden Verschwiegenheitserklärung versteckt, die es ihm verbiete, über die Geschehnisse im Leipziger Hotel "Westin" im Jahr 2021 zu sprechen.

Später hatte der Skandal-Sänger dann noch Zweifel an der Beweisführung des Leipziger Landgerichts geschürt und sogar behauptet, freigesprochen worden zu sein. Sein Anwalt, Alexander Stevens, hatte diese Darstellungen später korrigiert.

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Der Hamburger Influencer Jakimovski hatte das Dschungelcamp kommentierend begleitet und startete die Spendenkampagne, um "Markus W. symbolisch etwas zukommen zu lassen, damit er sich gesehen, verstanden und wertgeschätzt fühlt". W. selbst meldete sich daraufhin zu Wort, bedankte sich und verriet, was er mit dem Geld anstellen wolle.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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