Davidstern-Skandal in Leipzig: Darum gibt RTL Gil Ofarim Geld fürs Dschungelcamp

Leipzig/München - Am Freitagmorgen verkündete RTL offiziell, wer in das diesjährige Dschungelcamp einziehen wird. Ein Name sorgt für besonders viele Diskussionen und wirft Fragen auf: Wieso darf Gil Ofarim (43) nach seinem Davidstern-Skandal nach Australien reisen?

Gil Ofarim (43) musste sich 2023 in Leipzig wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung verantworten. (Archivfoto)
Gil Ofarim (43) musste sich 2023 in Leipzig wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung verantworten. (Archivfoto)  © Hendrik Schmidt/dpa

Der Sänger veröffentlichte im Oktober 2021 ein Instagram-Video, in dem er Antisemitismus-Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter des Leipziger Westin Hotels machte.

Im Prozess am Landgericht Leipzig im November 2023 gab Ofarim dann zu, dass er gelogen hatte und entschuldigte sich bei dem Manager. Das Verfahren wurde vorläufig eingestellt, der frühere "Let's Dance"-Gewinner von 2017 fiel öffentlich in Ungnade.

Wieso gibt RTL ihm im Dschungelcamp jetzt also eine zweite Chance?

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"Gil Ofarim hat sich für den Vorfall rund um seine falschen Anschuldigungen juristisch verantwortet", erklärte der Sender auf Instagram. "Gleichzeitig umfasst sein Weg als Musiker und Schauspieler deutlich mehr als die damaligen Ereignisse."

Zuschauerinnen und Zuschauer kritisierten Ofarims Teilnahme auf Instagram. RTL antwortete und bezog Stellung.
Zuschauerinnen und Zuschauer kritisierten Ofarims Teilnahme auf Instagram. RTL antwortete und bezog Stellung.  © Screenshot/Instagram/@ichbineinstar.rtl

Gil Ofarim will über die Vergangenheit sprechen

Gil Ofarim (43, 3.v.l.) wird Ende Januar zusammen mit weiteren Prominenten ins Dschungelcamp einziehen.
Gil Ofarim (43, 3.v.l.) wird Ende Januar zusammen mit weiteren Prominenten ins Dschungelcamp einziehen.  © RTL

RTL deutete außerdem an, dass Ofarim bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" auch über den Skandal und seine Erfahrungen sprechen möchte.

"Wie er heute mit seiner Vergangenheit umgeht, erfahren wir schon bald", fügte der Sender auf Instagram an.

Ende März äußerte sich der Sänger schon einmal etwas anders als beim Prozess in Leipzig. "Ich habe die Schuld auf mich genommen, um alldem ein Ende zu setzen", sagte er in einem Interview gegenüber RTL.

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Ofarim soll es während der Verhandlungen mental und körperlich nicht gut gegangen sein. Sein Anwalt Alexander Stevens sagte im März gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass "es Teil der Verfahrensabsprache war, dass Gil Verantwortung übernimmt".

Daraufhin wurde er zu einer Zahlung von insgesamt 10.000 Euro sowohl an die jüdische Gemeinde in Leipzig als auch den Trägerverein des Hauses der Wannseekonferenz verurteilt.

Er bezeichnete die Veröffentlichung des Reels als den "schlimmsten Fehler seines Lebens" und soll wohl auch unter einer posttraumatischen Belastungsstörung gelitten haben.

Titelfoto: Bildmontage: Hendrik Schmidt/dpa; Screenshot/Instagram/@ichbineinstar.rtl

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