Rückzug aus den Medien? "Stern TV"-Moderator findet klare Worte zur Ofarim-Lüge

Leipzig - Ein renommiertes Leipziger Hotel musste unter Polizeischutz gestellt werden, Mitarbeiter wurden beurlaubt, der Hotelmanager bekam Morddrohungen und ganz Deutschland schrie auf. Das alles geschah wegen der Antisemitismus-Vorwürfe von Gil Ofarim (41). Nachdem er vor Gericht gestanden hatte, dass alles gelogen war, reagiert nun "Stern TV".

Gil Ofarim (41) veröffentlichte im Oktober 2021 ein Instagram-Video, in dem er Mitarbeitern des Hotels "The Westin" in Leipzig Antisemitismus vorwarf.
Gil Ofarim (41) veröffentlichte im Oktober 2021 ein Instagram-Video, in dem er Mitarbeitern des Hotels "The Westin" in Leipzig Antisemitismus vorwarf.  © dpa/Sebastian Willnow

Als Ofarim mit den Antisemitismus-Vorwürfen gegen Mitarbeiter des Leipziger Hotels "The Westin" an die Öffentlichkeit ging, war ihm der Medienrummel sicher.

Der Aufschrei war riesig - zu Recht, wären diese Vorwürfe wahr gewesen. Doch das sind sie erwiesenermaßen nicht!

In der Sendung "Stern TV" war Ofarim mehrfach zu Gast, um mit Moderator Steffen Hallaschka (51) die Situation auszuwerten.

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Jetzt bezieht "Stern TV" in der Sendung vom 29. November Stellung und macht auf negative Folgen der Ofarim-Lüge aufmerksam.

Dreiste Lüge mit schweren Folgen: Stern TV bezieht Stellung zu Gil Ofarim

"Stern TV"-Moderator Steffen Hallaschka (51) bezieht nun Stellung zur Ofarim-Lüge.
"Stern TV"-Moderator Steffen Hallaschka (51) bezieht nun Stellung zur Ofarim-Lüge.  © RTL/Stefan Gregorowius

Zweimal versicherte der 41-Jährige in der Sendung, dass er das Opfer sei, selbst nachdem Zweifel an seinen Aussagen aufkamen.

Bereits am 21. Oktober 2021 fragte Hallaschka den deutschen Musiker, ob er an der Darstellung aus seinem Instagram-Video etwas relativieren möchte.

Seine Antwort: "Nein. Auf keinen Fall. Warum?"

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Warum? Weil seine Lüge ein Schlag ins Gesicht derer ist, die wirklich Opfer von Antisemitismus, aber auch sexueller Belästigung oder Gewalt geworden sind und deren Glaubwürdigkeit nun möglicherweise auch infrage gestellt wird, stellt Hallaschka fest.

Deshalb ruft er dazu auf, diesen Vorfall nicht als Grund zu nehmen, Opfern nicht mehr zu glauben: "Ofarims Lüge darf es Opfern nicht noch schwerer machen!"

Gil Ofarim: Von der einstigen allgegenwärtigen Medienpräsenz zum vollständigen Rückzug

Ofarim gestand am 6. Prozesstag, dass die Antisemitismus-Vorwürfe gelogen waren.
Ofarim gestand am 6. Prozesstag, dass die Antisemitismus-Vorwürfe gelogen waren.  © dpa/Hendrik Schmidt

Eine angemessene öffentliche Entschuldigung und ehrliche Reue sucht man bei Ofarim vergebens.

Im Gegenteil, nach seinem Geständnis vor Gericht entschied er sich dazu, komplett von der Bildfläche zu verschwinden.

Sein einstiges Instagram-Profil hat er gelöscht und auch auf Nachfragen der Sendung "Stern TV" kommt lediglich folgende Antwort seines Anwaltes: "Ich (...) glaube offen gestanden auch nicht, dass Herr Ofarim in nächster Zeit Interviews geben wird."

Nach dieser Reaktion stellt sich nun umso stärker die Frage, ob er das Geständnis nur abgelegt hat, um einer Bewährungsstrafe bei einem möglichen Schuldspruch zu entgehen.

Wie es auch ist, "Stern TV"-Moderator Steffen Hallaschka hat mit seinen Worten ein wichtiges Statement gesetzt. Denn Ofarims Tat darf nicht dazu führen, dass Opfern prinzipiell misstraut wird.

Titelfoto: Bildmontage: RTL/Stefan Gregorowius; dpa/Sebastian Willnow

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