Guildo Horn wünscht sich besonderen ESC-Act
Monheim - Schlagersänger Guildo Horn (63) erreichte beim Eurovision Song Contest 1998 den 7. Platz. Für die kommenden ESC-Auftritte hat der Entertainer eine ganz besondere Idee.
"Wenn ich verantwortlich wäre und dürfte für unser Land einen ESC-Act hinschicken – dann wäre es definitiv eine inklusive Band mit Behinderten", schlägt der 63-Jährige in der Talkshow "Hab' ich nicht gesagt" in der Merkur Spielbank Monheim vor.
"So ein ganz bunter Haufen. Wo jeder denken würde: 'Wow, so etwas gab es noch nicht. Das hier fegt alles weg'", ergänzte er vor gut 1000 Zuschauern.
Mit seinem Song "Guildo hat euch lieb!", geschrieben von Stefan Raab, wurde er beim ESC zunächst belächelt, schaffte es aber immerhin auf Platz 7. Eine Platzierung, von der man jetzt nur träumen kann.
Mit seinem Vorschlag will er vor allem zum Nachdenken anregen, denn der ESC hat seiner Meinung nach eine gesellschaftliche Relevanz. Mit einem Inklusionsauftritt habe man "ein Thema: Was ist Inklusion? Was sind das für Menschen? Das beschäftigt einen. Darüber wird geredet."
Guildo Horn engagiert sich für inklusive Musikprojekte
Zuschauer würden nochmal ganz anders mitfiebern, man habe laut Horn, "eine ganz andere emotionale Bindung zu so einem Act".
Horst Heinz Köhler, wie Guildo Horn mit richtigem Namen heißt, möchte das Publikum aber keineswegs erziehen. Er selbst engagiere sich für inklusive Musikprojekte.
Aber: "In Hamburg war ich schon mal Pate einer inklusiven Band und die wollten auch zum deutschen ESC-Vorentscheid. Der NDR als damaliger Ausrichter fand das überhaupt nicht gut und hat uns ziemlich abtropfen lassen."
Der diesjährige ESC findet am 16. Juni in Wien statt. Für Deutschland tritt Sarah Engels (33) mit ihrem Song "Fire" an, die sich beim deutschen Vorentscheid durchsetzen konnte. Internationale Buchmacher rechnen dem Lied allerdings keine Chancen auf den Sieg aus.
Auch Guildo Horn glaubt nicht an eine hohe Platzierung: "Ihren ESC-Titel finde ich leider so sehr auf Nummer sicher gestrickt, dass es mir fast für sie leid tut", erklärte er in einem früheren Interview mit dem "Münchner Merkur".
Titelfoto: Merkur Spielbanken NRW

