Menschen in Moria mit Tieren verglichen? Influencerin erntet heftigen Shitstorm

Hamburg – Die unmenschlichen Zustände in dem griechischen Flüchtlingslager Moria sind derzeit in aller Munde. Auch Influencerin Charlotte Weise (27) äußerte sich nun zu dem Thema - und löste einen Shitstorm aus.

Auf Instagram äußert sich Charlotte zu Moria.
Auf Instagram äußert sich Charlotte zu Moria.  © Screenshot/Instagram, Charlotte_Weise

Vor fast einem Jahr wanderte die 27-Jährige mit ihrem Freund Felix Adergold (41) von Hamburg nach Spanien aus. Dort lebt sie nun ihren Traum und berichtet auf ihrem Instagram-Profil rund um die Themen Body Positivity und vegane Ernährung.

Nun hat sich die gebürtige Hamburgerin auch zum aktuellen Weltgeschehen, den Zuständen in dem Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos (TAG24 berichtete), geäußert - und sich damit einige Feinde gemacht.

So ist ihr Beitrag zu den Ereignissen doch mehr als ungeschickt: Zunächst ist zu sehen, wie sich Charlotte einen Teller Nudeln zubereitet. Hinterlegt ist der Clip mit trauriger Klavier-Musik. 

Dazu schreibt sie: "Wir haben alle ein Dach über dem Kopf, können uns einfach etwas zu Essen machen und wissen, dass wir morgen wieder aufwachen werden. So viele Menschen leiden grade. Es bricht mir das Herz."

Auch sie habe am Abend zuvor das schockierende Video von Joko und Klaas über Moria gesehen. "Ich musste richtig weinen und dann haben wir noch Serie geguckt", berichtet die 27-Jährige. Am nächsten Morgen sei sie dementsprechend "zerknautscht" aufgewacht, "sowas darf man echt nicht vor dem Einschlafen gucken", entgegnet sie.

"Das hat NICHTS mit Moria zutun"

Die 27-Jährige lebt inzwischen in Spanien.
Die 27-Jährige lebt inzwischen in Spanien.  © Screenshot/Instagram, Charlotte_Weise

Doch damit nicht genug: Vom Thema Moria kommt Charlotte prompt auf die Massentierhaltung zu sprechen: "Ich denke auch mehrmals am Tag an die ganzen Tiere, die jede Sekunde getötet werden und auf kleinstem Platz eingesperrt sind. Weltschmerz", zieht sie einen unpassenden Vergleich. 

"Ich hoffe, dass sich auch die anderen Länder in Europa bereit erklären, Menschen aufzunehmen", entfährt es der Auswanderin noch, bevor sie nahtlos mit Werbung für ein Haarshampoo anknüpft.

Zu viel für einige Zuschauer! Der Beitrag macht sie wütend. In den sozialen Netzwerken wurde die Story der Influencerin bereits dutzende Male geteilt. 

"Ich werde nie verstehen können, wieso weiße Influencer*innen, nie über das Weltgeschehen reden können, ohne Tierleid mit reinzuziehen. Ja, Massentierhaltung ist scheiße, aber das hat mit Moria NICHTS zu tun", beschwert sich eine Userin auf Twitter. Und weiter: "Vergleicht sie grade die Menschen in Moria mit Tieren, um dann DIREKT Werbung für Pomelo zu machen?" 

Einige Kommentare fallen noch härter aus: "Ich musste sehr weinen und danach haben wir noch Serien geguckt WTF", wettert eine Nutzerin. Eine weitere meint: "Och, das tut mir aber leid, dass du 'zerknautscht' aufgewacht bist, armes Püppchen. Bah."

Charlotte selbst hat sich bislang noch nicht zu dem Shitstorm geäußert. 

Titelfoto: Screenshot/Instagram, Charlotte_Weise

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