Helene Fischer ihren Fans ganz nah: Warum ihre neue Tour alles davor in den Schatten stellt

Dresden – Der Countdown läuft! Noch 92 Tage, dann ist SIE zurück auf der großen Bühne: Helene Fischer (41). Auf ihrer 360-Grad-Stadion-Tour kommt die Schlager-Queen ihren Fans so nah wie nie. Wie das funktioniert und was das mit ihr macht, erklärt sie im TAG24-Interview.

Für Helene Fischer (41) werden die bevorstehenden Wochen alles andere als entspannt.
Für Helene Fischer (41) werden die bevorstehenden Wochen alles andere als entspannt.  © dpa/Peter Kneffel

TAG24: Nach drei Jahren Pause gehen Sie wieder auf Tour. Was haben Sie am Tour-Leben vermisst und was nicht?

Helene Fischer: Ich habe vor allem den direkten Kontakt mit dem Publikum vermisst. Dieses Gefühl, gemeinsam einen Abend zu erleben, Energie auszutauschen, im selben Moment zu sein, das ist durch nichts zu ersetzen.

Was man weniger vermisst, sind die langen Wege und die permanente Taktung. Aber das gehört dazu, und wenn man wieder auf die Bühne geht, rückt vieles davon automatisch in den Hintergrund.

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TAG24: Wann beginnt das Training für die Tour?

Helene Fischer: Die Trainingsphase beginnt jetzt schon langsam, denn es sind ja nur noch einige wenige Monate vor dem Tourauftakt. Eine 360-Grad-Show verlangt körperlich sehr viel, weil man permanent in Bewegung ist und in alle Richtungen präsent sein muss. Deshalb beginnt die Vorbereitung früh und steigert sich Schritt für Schritt – damit man zum Startpunkt wirklich bereit ist.

TAG24: Wird es wieder so viel Akrobatik wie bei der Rausch-Arena-Tour geben?

Helene Fischer: Die neue Tour setzt andere Schwerpunkte. Es wird Bewegung und körperliche Präsenz geben, aber nicht in derselben Form wie bei der Rausch-Tour. Die 360-Grad-Bühne lebt weniger von spektakulären Höhenmomenten als von Dynamik, Nähe und Energie im Raum. Das ist eine andere, sehr intensive Art von Körperlichkeit.

Vor diesen Herausforderungen steht Helene Fischer als Zweifach-Mama

So viel Akrobatik, wie hier mit ihrem Mann Thomas Seitel (41), wird die Schlager-Queen dieses Mal nicht zeigen.
So viel Akrobatik, wie hier mit ihrem Mann Thomas Seitel (41), wird die Schlager-Queen dieses Mal nicht zeigen.  © IMAGO/Berlinfoto

TAG24: Welche neuen Herausforderungen bringt die Vorbereitung und später die Tour mit sich, da Sie jetzt zweifache Mutter sind?

Helene Fischer: Grundsätzlich gilt: Eine große Tour erfordert klare Strukturen, gute Planung und ein starkes Team. Das war immer so und ist auch jetzt die Grundlage dafür, konzentriert und professionell arbeiten zu können, auch als zweifache Mutter.

TAG24: Sie werden ein paar Wochen unterwegs sein: Werden Ihr Mann Thomas Seitel und Ihre beiden Kinder Sie begleiten?

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Das steht noch nicht im Detail fest. Wichtig ist für mich, dass alles gut organisiert ist und ich mich am Abend beim Konzert auf die Bühne konzentrieren kann.

TAG24: Sie kommen Ihren Fans bei der 360-Grad-Tour so nah wie noch nie: Was kann die neue Bühne alles, damit das gelingt?

Helene Fischer: Die Bühne steht mitten im Stadion, und genau das verändert alles. Es gibt kein klassisches "Vorne" mehr. Ich bewege mich ständig, wende mich in alle Richtungen, und das Publikum ist von Beginn an Teil des Geschehens. Dadurch entsteht eine Nähe, die man so in dieser Größenordnung selten erlebt. Es fühlt sich weniger nach Distanz und mehr nach einem gemeinsamen Raum an.

TAG24: Auf einen Backstage-Bereich müssen Sie dann verzichten. Wo finden die Kostüm-Wechsel statt?

Helene Fischer: Die Abläufe sind komplett neu gedacht. Es gibt Rückzugs- und Umzugsmöglichkeiten, die in das Bühnenkonzept integriert sind. Das erfordert präzise Planung, funktioniert aber sehr gut und gehört zu den spannenden Herausforderungen einer jeden 360-Grad-Produktion.

Auf dieser 360-Grad-Bühne kommt die Sängerin ihren Fans ganz nah.
Auf dieser 360-Grad-Bühne kommt die Sängerin ihren Fans ganz nah.  © Live Nation

Was Helene Fischer mit Dresden verbindet

TAG24: Tourauftakt ist in Dresden, wo Sie zum letzten Mal vor elf Jahren waren: Wie haben Sie die Stadt in Erinnerung?

Helene Fischer: Dresden habe ich als sehr besondere Stadt mit einer eigenen Atmosphäre und einem sehr aufmerksamen Publikum in Erinnerung. Ich verbinde die Stadt mit intensiven Konzertmomenten und freue mich sehr, diesmal dort starten zu dürfen.

TAG24: Sie werden sicherlich wegen der Proben ein paar Tage früher anreisen. Werden Sie Zeit haben, Dresden zu erkunden?

Helene Fischer: Der Fokus liegt natürlich auf den Proben und dem Tourstart. Aber ich versuche immer, mir zumindest kleine Momente zu nehmen, um einen Ort bewusst wahrzunehmen. Das gehört für mich auch zum Unterwegssein dazu. Aber ganz offen: Es ist schwer, im Ablauf einer Tournee viele solcher Momente zu finden.

TAG24: Eine Tour ist bei den meisten Künstlern mit einem neuen Album verbunden: Wann können die Fans mit neuer Musik rechnen, abgesehen von den Kinderliedern?

Helene Fischer: Ideen für neue Musik gibt es viele. Im Moment liegt der Fokus aber ganz klar auf der Tour, weil sie viel kreative Energie bindet. Neue Songs entstehen oft parallel, aber wann und in welcher Form sie veröffentlicht werden, entscheidet sich in Ruhe und nicht nach einem festen Zeitplan.

Tickets für die 360-Grad-Stadion-Tour von Helene Fischer, die am 10. Juni 2026 in Dresden beginnt, gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Titelfoto: dpa/Peter Kneffel

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