Berlin/Dresden - Was passiert, wenn du einschläfst und nicht mehr aufwachst? Genau mit dieser Angst spielen Sebastian Fitzek (54) und Annika Strauss (41) in ihrem neuen Thriller "REM". Die Geschichte: Eine junge Frau erbt ein verlassenes Luxushotel und kommt dort mit ihrem besten Freund einem tödlichen Geheimnis auf die Spur, bei dem Träume plötzlich nicht mehr harmlos sind. Das Ganze gibt es nicht nur als Buch, sondern ab sofort auch als Hörspiel bei Audible.
Die Stimmen dahinter: Luna Wedler (26, "Biohackers", "22 Bahnen") und Max Schimmelpfennig (30, "Dark", "Babylon Berlin"). TAG24 hat beide getroffen und schnell wird klar: Schlaf ist bei ihnen gerade alles - nur nicht entspannt.
"Durchgeschlafen habe ich schon länger nicht mehr. Ich bin allgemein gerade kein besonders guter Schläfer, eigentlich war ich das auch schon immer", sagt Wedler.
Auch Schimmelpfennig kennt das Problem, wenn Träume nicht loslassen: "Ich schlafe gerade tatsächlich sehr schlecht." Doch bei ihm geht es noch weiter: "Ich wache nachts auf und denke nur: 'Was für eine Scheiße' und schlafe dann wieder ein und träume genau da weiter."
Genau hier setzt der Thriller "REM" an: Träume, die nicht enden. Nächte, die nachwirken. Und ein Gefühl, das bleibt.
Für Wedler war genau das der Reiz: "Ich fand die Thematik total spannend, weil ich mich sowieso viel mit Schlaf und Träumen beschäftige. Ich kenne auch Schlafparalysen oder luzide Träume. Träumen finde ich extrem spannend, vor allem, weil man eigentlich so wenig darüber weiß."
Wenn Träume Angst machen
Doch so faszinierend Träume sind, sie können kippen. "Ich kenne dieses Gefühl schon, Angst vor dem Einschlafen zu haben", sagt sie. "Gerade, wenn es einem nicht gut geht und man sehr intensiv träumt, kann es passieren, dass man Angst hat, wieder denselben Traum zu bekommen."
Und plötzlich ist Schlaf kein Rückzugsort mehr.
Im Hörspiel führt genau diese Angst an einen Ort, der wie gemacht ist für Albträume: ein verlassenes Hotel, an dem scheinbar ein Verbrechen geschehen ist.
Die Frage liegt auf der Hand: Würde man da wirklich hingehen? Wedler zögert - zumindest kurz: "Natürlich würde ich eigentlich sagen: Das soll lieber die Polizei machen. Aber wenn ich mir vorstelle, ich habe irgendwo ein Hotel geerbt und habe einen guten Freund dabei, dann kitzelt schon dieses Abenteuerding. So ein bisschen Adrenalin-Kick. Dann würde ich da, glaube ich, schon mal hinfahren. Ist ja schließlich mein Haus."
Schimmelpfennig zögert keine Sekunde: "Ich würde sofort in so ein Hotel fahren." Und dann erzählt er etwas, das hängen bleibt: "Ich habe früher auch viel gemacht, dass ich in verlassene Häuser eingebrochen bin. Ich war einfach da und habe erkundet."
Schauspieler Max Schimmelpfennig: "Ein guter Bösewicht ist nie einfach nur böse"
Diese Faszination für das Unbekannte zieht sich durch das Hörspiel. Warum also tun wir uns das freiwillig an? "Wenn irgendwo etwas passiert, was eigentlich nicht normal ist, zieht es uns an", erklärt Wedler. "Gefühle wie Angst sind auch Gefühle, die einen fesseln können - vielleicht sogar ein bisschen süchtig machen."
Schimmelpfennig sieht den Reiz im Detail: "Ein guter Bösewicht ist nie einfach nur böse. Wenn man versteht, warum er so handelt, wie er handelt, wird es erst richtig creepy."
Und genau dieses Gefühl bleibt. "Da mittendrin aufzuhören und schlafen zu gehen, wird schwierig", sagt er. Wedlers Fazit klingt wie eine Warnung: "Eigentlich ist Schlafen natürlich sehr wichtig. Ich liebe Schlafen. Aber für 'REM' muss ich sagen: Bleibt wach - das wird gefährlich."
Das Hörspiel zu Fitzeks Thriller "REM" ist ab sofort bei Audible verfügbar.