Ex-GZSZ-Star Isabell Horn packt aus: "Lag nur im Bett"
Berlin - Nicht zum ersten Mal spricht Isabell Horn (42) über eine, oder vielmehr mehrere schwierige Phasen in ihrem Leben - und alles hat seinen Anfang mit "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" genommen.
Es geht vor allem um das überraschende Aus bei der Daily Soap. Denn als ihr Vertrag unerwartet nicht verlängert wurde, schlitterte Horn geradewegs in eine Depression hinein.
"In den schlimmsten Phasen, da hab' ich nicht mal geschafft, mir irgendwie die Haare zu waschen oder einkaufen zu gehen", erinnert sich die 42-Jährige im Podcast "Raus aus der Depression" von ARD Gesund und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention.
"Ich lag nur im Bett, ich konnte auch nichts essen. Ich hatte so düstere Gedanken", spricht sie offen und ehrlich über die schwere Zeit. Ihr damaliger Freund habe ihr dann schließlich geholfen, indem er ihr einen Platz für eine Psychotherapie organisierte. Ihre Lebensfreude kam zurück.
Das war aber nicht ihre einzige depressive Phase. Die nächste Episode machte Horn nach der Geburt ihrer Tochter Ella durch. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Wochenbettdepression.
Isabell Horn mit depressiver Phase während Corona-Pandemie
"Viele Mütter liegen in dieser Zeit mehr im Bett. Längere Bettzeiten wirken oft negativ auf die Stimmung, wenn eine Veranlagung zur Depression besteht", erklärt Psychiater Professor Ulrich Hegerl (72), der den Podcast gemeinsam mit Entertainer Harald Schmidt (68) moderiert.
Einen dritten Schub durchlebte die Promi-Dame während der Corona-Pandemie, ausgerechnet als alle Kindergärten geschlossen waren und ihr Mann in Selbstständigkeit arbeitete.
"Ich war sehr dankbar, meinen Mann an meiner Seite zu haben. Der hat das mit den Kindern und dem Haushalt gewuppt", betont Isabell. Ihren Kids hätten sie erklärt, dass es Mama gerade nicht so gut gehe und sie viel Ruhe brauche.
Heute gehe es ihr aber gut, berichtet die Schauspielerin. Sie habe das Gefühl, auf einem guten Weg zu sein. "Sollte es so sein, dass ich mal wieder in eine depressive Phase rutsche, weiß ich jetzt, es gibt einen Weg da raus und ich habe keine Scheu, mir Hilfe zu holen", bekräftigt Isabell Horn, die auch ein Buch zu dieser Thematik geschrieben hat.
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