Jörg Dahlmann: Dramatisches Update zu seiner schweren Krebs-Diagnose
Köln/Mainz - Anfang des Monats machte Sportreporter-Legende Jörg Dahlmann (67) seine vierte schwere Krebs-Diagnose öffentlich. Jetzt gibt es ein dramatisches Update.
Wie der ehemalige "Dschungelcamp"-Kandidat im "Bild"-Interview offenbart, muss er sich zügig einer Operation unterziehen, denn: "Die Krebszellen vermehren sich schnell in dem kranken Organ."
Schon vor mehr als 20 Jahren hatte die Fußball-Stimme gegen Darmkrebs gekämpft und am Ende gesiegt. Diesmal hat es seine Leber erwischt. Ob er den Kampf diesmal auch gewinnen wird, weiß Dahlmann nicht.
"Natürlich habe ich Angst, aber ich bin auch zuversichtlich", erklärt er weiter. "Ich bin an der Uni-Klinik Mainz in besten Händen bei Professor Dr. Hauke Lang." Der Mediziner sei "der führende Experte in der Leberchirurgie".
Tatsächlich rennt die Zeit: Der eilende Eingriff ist am kommenden Donnerstag angesetzt. Dabei wird der vom Krebs befallene rechte Leberlappen Dahlmanns entfernt.
Im Anschluss soll der linke Leberlappen die Aufgaben des fehlenden Organteils übernehmen, so zumindest die Hoffnung der Ärzte.
Vater, Großvater und Onkel von Jörg Dahlmann starben bereits an Krebs
Allein muss der Auswanderer die bange Zeit nicht durchstehen. "Meine Freundin Claudia wird mit mir ins Krankenhaus gehen und mir beistehen. Dafür bin ich ihr dankbar. Wenn ich aus der Narkose aufwache, wird sie an meinem Bett sein", erklärt er.
Was den Sportreporter zusätzlich optimistisch stimmt: eine Schalke-04-Tasse auf dem Schreibtisch seines Arztes. Dahlmann entdeckte sie bei einem Vorgespräch: "Er ist wie ich ein Fan des Vereins, das verstärkt mein Vertrauen […]. Was kann da noch schiefgehen?"
Nach der Operation wird der 67-Jährige zunächst noch einige Tage auf der Intensivstation verbringen müssen, bevor er nach Hause darf. Mit Freundin Claudia lebt er abwechselnd auf Mallorca oder in Wiesbaden. Die beiden sind seit drei Jahren liiert.
Dass Dahlmann so häufig an Krebs erkrankt, liegt am Lynch-Syndrom, einem Gen-Defekt, der das Risiko einer Erkrankung massiv erhöht. Schon sein Vater, Großvater und Onkel erkrankten an Darm- oder Magenkrebs und starben später daran.
Eigentlich hätte der Fußball-Fachmann in diesem Sommer im Robinson Club Camyuva (Türkei) die WM kommentieren sollen - zusammen mit ZDF-Ikone Béla Réthy (69). Doch die erneute Horror-Diagnose machte seine Pläne zunichte.
Titelfoto: Georg Wendt/dpa

