Jörg Schüttauf packt aus: DDR-Fluchtgedanken und klare Meinung zur AfD
Berlin - Jörg Schüttauf (64) zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Gesichtern im deutschen Fernsehen. Nun spricht er erstmals über seine DDR-Jugend, seine Haltung zur AfD und sein Leben als Opa.
Nach einer Ausbildung zum Bühnentechniker und einem Studium an der Theaterhochschule "Hans Otto" in Leipzig feierte Schüttauf einige Erfolge am Theater.
"Am Theater zu sein in der DDR war echt ein Geschenk", erzählt der heute 64-Jährige im Gespräch mit teleschau. "Wir hatten immer volle Häuser, denn das Theater war so ziemlich der einzige Ort, wo die Wahrheit gesagt wurde", so der Schauspieler weiter.
1987 habe er auch mit dem Gedanken an eine Flucht gespielt. Einige Ostberliner Theater hätten damals die Möglichkeit geboten, mit bestimmten Stücken ins nichtsozialistische Ausland zu reisen. Doch er entschied sich zu bleiben, denn die Aufnahme hätte mehrere Jahre gedauert.
Heute sei er allerdings auch nicht viel politischer. "Ich bin definitiv nicht der Mann, der versucht, den Leuten zu erklären, wie sie die Sache zu sehen haben", betont Schüttauf.
Doch zu der AfD hat er eine klare Meinung: "Ich wähle anders. Und ganz nebenbei denke ich, dass die Vernunft und der Verstand stärker sein werden, als immer nur auf Protest und Opposition zu setzen."
Jörg Schüttauf: "Ich habe was dagegen, wenn sie mich Opa nennen"
Der 64-Jährige hatte als Schauspieler das Glück, bereits dreimal auf dem ZDF-"Traumschiff" mitzuspielen - eine Erfahrung, die ihm viel bedeutete, denn alleine unterwegs zu sein, verlaufe bei ihm meist chaotisch.
"Weil ich mich immer verlaufe oder die Fähre verpasse. Es ist schön, wenn sich jemand um einen kümmert", witzelt der TV-Star.
Am liebsten verbringt er seine Urlaube jedoch in den Bergen, beim Skifahren oder Wandern. Und wenn der Schnee weg ist, "geht es wieder mit den Inlinern los", so Schüttauf.
Vor allem mit seinen Enkelkindern übe er diese Tätigkeit aus, als Opa fühle er sich dagegen eher weniger.
"Ich habe was dagegen, wenn sie mich Opa nennen. Ich bin der Jörg und basta. Als ich letztens auf der Skipiste war und die Enkelin erzählte, dass ich ihr Opa sei, haben die aHenderen das nicht geglaubt. Das hat mich gefreut", witzelt der 64-Jährige.
Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

