Judith Rakers mit schockierender Beichte: Als Kind entkam sie zweimal einer Entführung
Hamburg - Was für grausame Erzählungen! Die ehemalige Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers (50) wäre als Kind beinahe entführt worden, zum Glück reagierte sie aber genau richtig.
In der neuesten Folge ihres Podcasts "Barborie und Rakers" mit Ariana Baborie (38) berichtete die 50-Jährige von zwei Situationen in jungem Alter, die sie als "Fast-Entführung" bezeichnete.
Die erste gruselige Situation hatte sich ereignet, als Rakers noch ein Kind war. Auf dem Heimweg von der Bushaltestelle aus hatte plötzlich ein Auto neben ihr angehalten. Aus diesem heraus war sie von einem Mann angesprochen worden. Laut der Moderatorin war der Fahrer freundlich und schien auf den ersten Blick harmlos zu sein.
Doch dann erzählte er ihr, er habe eine Wette laufen, so ihre Erinnerungen, dafür brauche er ihre Hilfe. Rakers sollte ihn als Frau verkleiden und ein Foto machen. Als der Mann das junge Mädchen versuchte, näher an seinen Wagen zu locken, kam ihr das komisch vor.
"Ich habe auch Sicherheitsabstand gehalten zu diesem Fenster, weil Papa immer gesagt hat, wenn dich einer anquatscht, nicht so nah an die Tür gehen, dass er dich packen kann", erklärte sie.
Der Mann zeigte ihr daraufhin einen Fotoapparat und wollte mit ihr zu sich nach Hause fahren. "Dann würde ich ihm Sachen von mir anziehen und dann würde er ein Foto machen und dann würde er 20 Mark verdienen", erinnerte sie sich an die grausige Situation. Die Hälfte des Geldes wollte er ihr im Anschluss übergeben.
Vater von Judith Rakers bereitete sie genau auf solche Situationen vor
Rakers konnte den Mann auf Distanz halten, auch, weil die behauptete, ihr Vater warte bereits auf sie. Zunächst ließ er aber nicht locker, doch sie konnte sich der Situation entziehen.
In ihren Erzählungen wurde deutlich, dass der Mann zunächst sympathisch gewirkt habe. Er sei wohl zwischen Mitte 20 und Anfang 30 gewesen. Daher habe sie kurzzeitig die Geschichte geglaubt, auch wenn ihr gleichzeitig die Situation merkwürdig vorgekommen war. "Wenn ich in dieses Auto eingestiegen wäre, würde es mich heute noch geben? Ich weiß es nicht", gab sie offen zu.
Doch das war noch nicht alles, einige Jahre später sei es erneut zu einer bedrohlichen Situation gekommen. Auf dem Heimweg hatte sich plötzlich ein Auto quer vor ihr auf den Radweg gestellt und ihr den Weg versperrt. Plötzlich ging die Tür auf.
"Ich bin dann ganz doll losgelaufen, habe so einen Riesenbogen gemacht und bin weggerannt. Dann ist das Auto hinter mir her", erinnerte sie sich. "Dann kam aber die Ecke und jemand mit einem Hund, und dann ist das Auto weggefahren."
Rakers sei froh gewesen, dass ihr Vater sie früh und offen über die Risiken, Grenzen und richtiges Verhalten aufgeklärt habe. Und sie hatte auf ihr Gefühl gehört: "Ich war alert durch meinen Vater."
Diese Aufklärungsarbeit ihres alleinerziehenden Papas hatte dafür gesorgt, dass sie sich stark gefühlt habe und ein "kleines Werkzeugköfferchen" für hilfreiche Strategien dabei hatte. In Gesprächen habe ihr Vater nicht die Angst vermittelt und vor Gefahren gewarnt, sondern dafür gesorgt, dass Rakers das richtige Gefühl hatte, sich wehren zu können. Und das rettete ihr womöglich sogar das Leben.
Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

