Kurz vor ESC-Finale - Judith Rakers übt scharfe Kritik: "Finde das fürchterlich!"
Hamburg/Rügen - Am Samstagabend ist es so weit: Das Finale des "Eurovision Song Contests" steht an. Kurz vor dem großen Showdown spricht Judith Rakers (50) ihre Unterstützung für den deutschen Beitrag von Sarah Engels (33) aus. Die ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin geht dabei sogar deutlich mit deutschen ESC-Fans ins Gericht.
Besonders die negative Stimmung rund um den deutschen Beitrag stößt der Moderatorin übel auf. Im gemeinsamen Podcast "Baborie & Rakers - Was war los gewesen?" mit Ariana Baborie (38) macht Rakers ihrem Ärger Luft. Sie könne dieses ständige "Runterreden, Schlechtmachen, Lästern, 'Das wird sowieso nichts!'" einfach nicht mehr hören.
"Ich finde das fürchterlich!", stellte die 50-Jährige klar. Unterstützung bekam sie dabei direkt von ihrer Podcast-Partnerin. Baborie verrät nämlich, dass sie den deutschen ESC-Song "Fire" längst nicht mehr aus dem Kopf bekomme: "Wir beide sind Supporter!", so die 38-Jährige.
Dass Rakers beim Thema ESC genau weiß, wovon sie spricht, macht sie ebenfalls deutlich. "Ich habe den ESC ja schon mal moderiert!", erinnerte sie. Tatsächlich stand sie 2011 gemeinsam mit Anke Engelke (60) und Stefan Raab (59) in Düsseldorf für das Finale des "Eurovision Song Contests" auf der Bühne.
Für die ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin sei das damals eine echte "Once in a lifetime"-Erfahrung gewesen – auch wenn sie rückblickend sagt: "Manchmal ist es gar nicht so big, wie es von außen erscheint."
Viel bemerkenswerter findet die Moderatorin allerdings, welchen Stellenwert das Musikevent in anderen Ländern hat. Dort werde der Wettbewerb "unfassbar ernst genommen", und die jeweiligen Acts würden enorm unterstützt. Genau das vermisst Rakers in Deutschland.
Judith Rakers mit direktem Appell an ESC-Fans
Während andere Nationen den "Grand Prix" als "richtig ernst zu nehmenden Sangeswettbewerb" feiern würden, gehe man nach Angaben von Rakers hierzulande oft viel zu kritisch mit den eigenen Künstlerinnen und Künstlern um.
Besonders mit Blick auf Sarah Engels findet die 50-Jährige deshalb klare Worte. Die Sängerin befinde sich gerade mitten in einer riesigen ESC-Maschinerie und bekomme gleichzeitig jede Menge negative Kommentare aus Deutschland mit.
Deshalb richtet die Moderatorin nun einen direkten Appell an die Fans: "Ich würde wirklich gerne noch mal an alle appellieren, Sarah da zu supporten."
Dabei gibt Rakers sogar offen zu, dass der diesjährige ESC-Song musikalisch eigentlich gar nicht ihren persönlichen Geschmack trifft. Dennoch sei für sie klar: "Trotzdem wird sie meinen Support haben."
"Sie kommt aus einer anderen Welt und macht diesen riesigen Katapult-Sprung", erklärte Rakers. Dafür verdiene die Sängerin mindestens Respekt "aber im besten Fall sogar aus jeder Faser des Körpers supporten".
Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

