Judith Rakers wird für Wortwahl kritisiert und erhält "Zuschriften von wütenden Leuten"

Hamburg/Rügen - Ex-"Tagesschau"-Moderatorin Judith Rakers (50) hat vor einigen Jahr ihr erstes Buch über Homefarming veröffentlicht. In der Folge erhielt sie allerdings viele Zuschriften von verärgerten Lesern.

Judith Rakers (50) betreibt Homefarming und hat darüber auch mehrere Bücher geschrieben. Bei den Lesern kam der Buchtitel nicht gut an.
Judith Rakers (50) betreibt Homefarming und hat darüber auch mehrere Bücher geschrieben. Bei den Lesern kam der Buchtitel nicht gut an.  © Fotomontage: Screenshot/Instagram/judith_rakers (2)

Rakers hatte sich neben ihrem Job als Nachrichtensprecherin schon immer auf ihrer eigenen, kleinen Farm um Gemüse und Tiere gekümmert. Nach ihrem Abschied von der "Tagesschau" im Januar 2024 und spätestens mit dem Umzug nach Rügen widmete sich die 50-Jährige verstärkt dem Homefarming.

Ihre Erfahrungen sammelte sie in mehreren Büchern, das erste zu dem Thema hatte sie 2021 veröffentlich. Wie sie nun im Podcast "Baborie & Rakers" verriet, habe sie schon bald "viele Zuschriften bekommen von wütenden Menschen".

Der Grund war simpel: Viele hatten sich darüber beschwert, dass Rakers mit dem Titel "Homefarming" einen englischen Begriff benutzt hatte.

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Daher hatten sie ihr geschrieben, "ob man denn nicht ein deutsches Wort dafür finden kann", erklärte sie. Ein Vorschlag hieß "Gemüseanbau", doch daraufhin antwortete Rakers, dass sie ja auch Hühner hält. Ein Buchtitel, der beides beinhalte, wäre aus ihrer Sicht "ein ungeiler Titel für ein Buch" gewesen, wie sie im Gespräch mit Ariana Baborie (38) verriet.

Judith Rakers berichtet von Erfahrung an der Supermarkt-Kasse

Rakers ist froh, dass sich die Sprache über die Jahre hinweg verändert hat.
Rakers ist froh, dass sich die Sprache über die Jahre hinweg verändert hat.  © Sina Schuldt/dpa

Rakers berichtete zudem von einer Begegnung im Supermarkt.

"Ich stand neulich an der Kasse, hinter zwei Mädels, die waren vielleicht so Anfang 20", erzählte sie. "Die haben sich unterhalten und ich habe mal mitgezählt: Also ich würde sagen, 80 Prozent waren englische Wörter."

Anglizismen haben einen enormen Einzug in die deutsche Sprache erhalten. "Meine Güte", dachte sich da Rakers. Die studierte Germanisten verteufelt die Entwicklung nicht: "Sprache hat sich schon immer verändert."

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Wäre dies nicht der Fall, würden die Menschen wohl immer noch Althochdeutsch sprechen. "Und wer das lernen musste, weiß, es hat auch Vorteile, wenn Sprache sich verändert", sagte sie im Scherz. Denn sie weiß, wovon sie spricht.

Titelfoto: Fotomontage: Screenshot/Instagram/judith_rakers (2)

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