"Sollen sie mich in Handschellen abführen": Judith Rakers mit Geständnis aus ihrer Kindheit
Hamburg/Rügen - Üblicherweise sitzen Jugendliche im Alter von 17 oder 18 während der Fahrschule das erste Mal hinter dem Steuer. Doch bei Judith Rakers (50) war das anders.
"Als ich neun Jahre alt war, völlig widerrechtlich, und ich hoffe, es ist verjährt, aber wenn nicht, sollen sie kommen und mich mit Handschellen abführen, hat mein Vater mir Autofahren beigebracht. Und zwar mit Schaltung", erinnert sich die ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin in ihrem Podcast "Baborie & Rakers – Was war los gewesen?".
Doch weshalb bereits im Kindesalter? "Er fand, wenn ich das in jungen Jahren lerne, dass es sich dann besser setzen kann", so Rakers über ihren Vater. Schließlich sei die Gefahr beim Autofahren durch Unfälle groß. Frühes Üben sei für ihn also wichtig gewesen. "Also sind wir von 9 bis 14 regelmäßig Autofahren gegangen."
Die Moderatorin selbst habe dabei großen Spaß gehabt. Doch immer, wenn ein Auto entgegenkam, brach bei ihr die Panik aus. Was, wenn sie als Kind hinter dem Steuer entdeckt wird? Schließlich sei sie zum Teil mit 50 bis 60 km/h auf den Straßen unterwegs gewesen!
"Das fällt ja sonst auf." Auf einer Straße, auf der sonst 100 gefahren wird, könne man eben nicht extrem langsam unterwegs sein. Ihr Vater habe ihr in Situationen mit Gegenverkehr immer gut zugesprochen - bloß keine Panik.
Judith Rakers bei alleinerziehendem Vater aufgewachsen
Mit 14 hörten die Übungsstunden bei ihrem Papa allerdings auf. "Weil er gesagt hat: Wenn du 18 wirst, dann machst du einen Führerschein, und wir müssen jetzt aufhören, weil sonst gab es so eine Sperre. Also, wenn die einen erwischen."
Dennoch erinnert sich die Moderatorin gerne an ihre Fahranfänge zurück. Rakers ist alleine bei ihrem Vater aufgewachsen.
"An dieser Stelle möchte ich noch klarstellen: Ich hatte den tollsten Vater der Welt. Und eine wunderbare Kindheit." Das gemeinsame Autofahren sei eines ihrer wichtigsten gemeinsamen Hobbys gewesen, so die 50-Jährige abschließend.
