Leipzig/Hamburg - Der sächsische Kleingratensheriff Michael Baumann (63) nimmt in letzter Zeit immer häufiger fremde Anlagen unter die Lupe. In seinem neuesten Video auf Social Media verschlägt es ihn nach Hamburg - aus einem ganz bestimmten Grund.
"Hier in Hamburg hat der Bundesverband der Kleingärtner seinen Sitz", erklärt er.
Da würde man doch vermuten, dass sich gerade dort alle an die Regeln halten, oder? Nichts da! Baumann ist schockiert beim Blick in die Anlagen.
"Wiese, Wiese, Wiese und nüscht angepflanzt hier", staunt der 63-Jährige. Nicht nur in einem Garten fehlt es an Anbaupflanzen, sondern gleich in mehreren. Der Leipziger scherzt: "Hier fehlen nur noch die Kühe oder die Schafe auf der Weide."
Doch nicht nur die Ein-Drittel-Regel wird in Hamburg anscheinend nicht ganz so genau überprüft. In etwas Distanz entdeckt der Sheriff dann eine Pflanze und ist außer sich: "Harlekinweide, vier Meter hoch! Die ist verboten! Die muss raus!"
Dabei wäre es laut Michael Baumann so leicht, die Gärten zu bepflanzen. Er empfiehlt, Hochbeete zu bauen und beispielsweise Gurken oder Zucchini anzubauen.
Der Kleingartensheriff will mit dem Bundespräsident der Kleingärtner sprechen
Dann sucht der Kleingartensheriff die Konfrontation: Er spricht einen Hamburger Kleingärtner, der nicht erkannt werden möchte, direkt an und fragt, wo denn seine angebauten Pflanzen wären.
"Na, sehen Sie doch da, Obst, Obst, Obst", antwortet der Laubenpieper.
"Wo???", fragt Baumann überrascht. Denn mit den ganzen Obstpflanzen meint der Gärtner tatsächlich einen Apfelbaum. "Nur die Bäume alleine reicht nicht aus", stellt der Sheriff klar.
Er kommt allein nicht weiter und braucht Unterstützung von oben. Der Leipziger macht eine klare Ansage: "Also, Herr Bundespräsident der Kleingärtner: Sie können mich gerne mal anrufen, ich sag Ihnen wo das ist, und dann können wir uns beide mal gerne unterhalten."