Kündigungswelle bei RTL: Auch Ex-Moderatorin Birgit Schrowange bezieht Stellung

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Köln - Zu Beginn des Jahres sorgte RTL mit einem massiven Stellenabbau für Entsetzen bei seinen Mitarbeitern. Birgit Schrowange (68) war davon zwar nicht direkt betroffen, hat aber eine klare Meinung zur Entwicklung der deutschen TV-Landschaft.

Birgit Schrowange (68) moderiert bei RTL rund 25 Jahre lang das Magazin "Extra". (Archivfoto)
Birgit Schrowange (68) moderiert bei RTL rund 25 Jahre lang das Magazin "Extra". (Archivfoto)  © Christian Charisius/dpa

25 Jahre lang hatte die 68-jährige Moderatorin beim Kölner Privatsender durch das Magazin "Extra" geführt. Nach einem kurzen Intermezzo mit zwei abgesetzten Sendungen bei SAT.1 zog sie sich 2022 aus dem Rampenlicht zurück.

Im Hinblick auf die heftige Kündigungswelle im Zuge einer allgemeinen Umstrukturierung bei ihrem alten Arbeitgeber erklärte Schrowange gegenüber der Münchener Abendzeitung, dass sie "ein Riesenglück hatte, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein".

Dass so viele ihrer ehemaligen Kolleginnen und Kollegen vor und hinter der Kamera ihre Jobs verloren haben, tue Birgit Schrowange "natürlich leid".

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Zu ihrer Zeit hätte man noch ganz tolle Sendungen machen dürfen, wie die gebürtige Nordrhein-Westfälin rückblickend klarstellt. "Es war genügend Geld da, und man konnte sich so richtig austoben", so Schrowange.

Heute seien allerdings neue Zeiten angebrochen. Sie sagt: "Das hat sich inzwischen sehr verändert. Die Stücke sind kleiner geworden."

Birgit Schrowange über TV-Konsum: "Verhalten hat sich komplett geändert"

Die heute 68-Jährige hatte sich 2022 nach einem erfolglosen Intermezzo bei SAT.1 aus dem Rampenlicht zurückgezogen.
Die heute 68-Jährige hatte sich 2022 nach einem erfolglosen Intermezzo bei SAT.1 aus dem Rampenlicht zurückgezogen.  © Henning Kaiser/dpa

Einen kompletten Wegfall des linearen TVs sieht die ehemalige "Extra"-Gastgeberin nicht. "Ich glaube, Fernsehen wird es immer geben – gerade für ältere Leute meiner Generation", ist sie sich sicher. Der Kampf um Einschaltquoten sei dagegen aber härter geworden.

Schrowange erklärt dazu: "Die jungen Leute, die gucken natürlich YouTube oder streamen. Ich selbst setze mich mittlerweile auch nicht mehr vor den Fernseher und schalte gezielt zu einer Sendung ein – ich streame. Das Verhalten hat sich komplett geändert."

Um ein Beispiel zu nennen, erinnert sich die 68-Jährige noch einmal an ihre Anfänge vor der Kamera zurück. Früher, als sie noch als Ansagerin beim ZDF tätig war, sei das Programm "wie so ein Lagerfeuer" gewesen.

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"Man versammelte sich um 20.15 Uhr, die Kinder waren schön gebadet im Schlafanzug, und dann kam irgendeine Show, die man sich als Familie zusammen angeschaut hat. So etwas gibt es heute kaum noch", bedauert die TV-Ikone.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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