Zum 20. Todestag von Rudi Carrell: Tochter packt über unerfüllten RTL-Traum aus

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Köln - Am 7. Juli jährt sich der Todestag von Rudi Carrell (†71) zum 20. Mal. Pünktlich dazu hat Tochter Annemieke Kesselaar-Klar (68) jetzt ein altes Show-Geheimnis gelüftet.

Rudi Carrell starb am 7. Juli 2006 an den Folgen einer schweren Krebserkrankung. Er wurde 71 Jahre alt. (Archivfoto)
Rudi Carrell starb am 7. Juli 2006 an den Folgen einer schweren Krebserkrankung. Er wurde 71 Jahre alt. (Archivfoto)  © Peer Grimm/dpa-Zentralbild/dpa

Mit Sendungen wie "Am laufenden Band", "Herzblatt", "Rudis Tagesshow" oder als fester Teil von "7 Tage, 7 Köpfe" schrieb der Niederländer Fernsehgeschichte, prägte viele Jahre lang die Samstagabend-Unterhaltung.

Die RTL-Show "Let's Dance" sucht man in seinem Portfolio vergeblich. Im Gespräch mit "Bild am Sonntag" verrät seine Tochter: "Das ist eine Sendung, die er gerne moderiert hätte." Allerdings feierte das Format erst knapp zwei Monate vor Carrells Tod seine Deutschland-Premiere.

Ihr verstorbener Vater habe sein Interesse auch einmal offen artikuliert, als er noch lebte. Die erste Staffel wurde dann von Nazan Eckes (50) und Hape Kerkeling (61) moderiert. Als ihr Vater von der Personalie erfuhr, habe er gesagt, den fände er auch okay.

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Mit Blick auf das heutige TV-Programm glaubt Annemieke, dass ihr infolge einer schweren Krebserkrankung verstorbener Vater vieles kritisch gesehen hätte. "Wenn er das sehen würde, würde er wahrscheinlich herumschreien", erklärt sie lachend.

Tochter Annemieke betont: Rudi Carrell hat "für das Fernsehen gelebt"

Carrell und Beatrice Richter beim Spaghetti-Essen in einer Szene von "Rudis Tagesshow", aufgenommen im Sommer 1982. (Archivfoto)
Carrell und Beatrice Richter beim Spaghetti-Essen in einer Szene von "Rudis Tagesshow", aufgenommen im Sommer 1982. (Archivfoto)  © Dieter_Klar/dpa

Zudem hätte er sich höchstwahrscheinlich gefragt: "Hat es mich denn nie gegeben? Habt ihr nie was von mir gelernt?" Vor allem große Show-Persönlichkeiten würden ihm ihrer Einschätzung nach fehlen. Die Ära der klassischen Entertainer sei vorbei.

Auch heute noch denkt Annemieke oft an ihren vor mittlerweile 20 Jahren verstorbenen Vater. "Ich habe noch immer das Gefühl, ich muss ihn mal eben anrufen, um ihm eine witzige Geschichte zu erzählen", gibt sie gegenüber dem Blatt preis.

Und auch wenn es einige "Papa-Momente" in ihrem Leben gegeben habe, so habe der Entertainer doch "für das Fernsehen gelebt", wie die 68-Jährige betont. Heute sei sie jedoch "sehr stolz" auf das TV-Vermächtnis ihres Vaters.

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Ihr sehnlichster Wunsch in Bezug auf ihren verstorbenen Papa lautet daher: "Die Menschen sollen an die vielen Stunden denken, in denen sie von ihm gut entertaint wurden."

Titelfoto: Peer Grimm/dpa-Zentralbild/dpa

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