Kurz vor dem Tod seiner Mutter: Der Graf musste weiteren Schicksalsschlag verkraften

Aachen (Nordrhein-Westfalen) - Es sind schwere Tage, die Der Graf (56), Frontmann der Band "Unheilig", derzeit durchmachen muss. Erst vor wenigen Tagen verlor er seine Mutter - doch das ist nicht der einzige Schicksalsschlag, den er verkraften muss.

Der Graf (56) trauert um seine Mutter und seinen Vater.  © Hendrik Schmidt/dpa

Denn erst Ende des vergangenen Jahres musste sich der 56-Jährige von seinem Vater verabschieden.

"Während unserer letzten Tour im Dezember ist mein Papa verstorben. Die Situation war nicht einfach für mich. Ich habe versucht, das zu verarbeiten, indem ich unsere Konzerte weitergespielt habe", verrät der Musiker gegenüber "Bild".

Als dann aber Anfang dieses Jahres die Nachricht gekommen sei, dass seine Mama nicht mehr lange zu leben habe, "hat mir das den Boden unter den Füßen weggerissen", wie er gesteht.

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Wichtig sei für ihn gewesen, dass er sich von seiner Mutter habe verabschieden können. "Von meinem Vater konnte ich mich nicht mehr verabschieden. Das ging so schnell, damit hatte keiner gerechnet", so der 56-Jährige.

Das habe wahrscheinlich dazu geführt, dass seine Mama auch nicht mehr mit dem Leben klargekommen sei.

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Der Graf wollte VOX-Show "Sing meinen Song" absagen

Der Unheilig-Frontmann ist dankbar, dass er sich von seiner Mutter verabschieden konnte.  © Jan Woitas/dpa

Die Nachricht, dass seine Mutter nicht mehr lange zu leben habe, sei blöderweise auch noch direkt vor seiner Teilnahme an der VOX-Show "Sing meinen Song" gekommen, die im Februar in Südafrika aufgezeichnet wurde.

Daher habe der Graf die Sendung auch zunächst abgesagt, denn er sei der Meinung gewesen, dass er es emotional nicht hinbekomme. Seine Familie habe ihn aber aufgefangen und ihm das Gefühl gegeben, dass er nicht alleine sei.

Weil die Produktion auch viel Empathie und Verständnis gezeigt habe, sei er zu dem Entschluss gekommen, doch nach Südafrika zu fliegen.

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"Ich dachte, vielleicht hilft es mir ja. Heute weiß ich: Ohne die Musik und diese Sendung hätte ich den Verlust meiner Eltern nicht so schnell verkraftet", macht der Unheilig-Frontmann klar.

Einen Tag vor seinem Flug nach Südafrika sei seine Mutter dann verstorben.

"Ich war sehr traurig, aber dachte mir auch: Typisch Mama! Sie regelt immer noch die Dinge für mich", so der 56-Jährige, für den es befreiend gewesen sei zu wissen, "dass sie jetzt bei meinem Papa auf einer Wolke sitzt und es ihr gut geht."

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