Lässt Satiriker alt aussehen: Guido Cantz klagt über Donald Trump
Von Christoph Driessen
Köln - Bei Witzen über US-Präsident Donald Trump (79) wird Komiker Guido Cantz (54) häufig von der Realität eingeholt.
"Ich habe zum Beispiel vor einiger Zeit den Witz gemacht, Trump werde sich den Friedensnobelpreis zur Not mit Waffengewalt sichern", erzählte Cantz der Deutschen Presse-Agentur in Köln. "Das sorgte damals für Lacher. Aber jetzt stelle ich fest, dass der Gag Wirklichkeit geworden ist."
Trump hatte Medienberichten zufolge an Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre (65) geschrieben: "Angesichts der Tatsache, dass Ihr Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis nicht zu verleihen, obwohl ich acht Kriege PLUS beendet habe, fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, ausschließlich an Frieden zu denken."
Eine humoristische Beschäftigung mit Trump ist nach der Erfahrung von Cantz arbeitsintensiv.
Zum einen deshalb, weil der US-Präsident mit seinen Aussagen oft jede Satire übertreffe. Zum anderen aber auch, weil Trump jeden Tag etwas Neues raushaue.
Dementsprechend hätten Pointen über ihn eine kurze Halbwertszeit, sie wirkten oft schon nach wenigen Tagen abgestanden. Fazit: "Donald Trump macht sehr viel Arbeit."
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa
