"Lebende Leiche": RTL-Moderatorin Lierhaus nach Koma-Kampf wie Monster begafft

Köln - Monica Lierhaus (55) war das Aushängeschild der ARD-"Sportschau". Doch von jetzt auf gleich wurde sie aus ihrem gewohnten Leben gerissen.

Bei einer Hirn-Operation bei Monica Lierhaus (55) kam es zu Problemen.
Bei einer Hirn-Operation bei Monica Lierhaus (55) kam es zu Problemen.  © Hannes P Albert/dpa

"Ich konnte gar nichts, ich war wie eine lebende Leiche", erklärt sie im Podcast "Wie geht's? Mit Robin Gosens" gegenüber dem Nationalspieler.

Der Grund dafür: Eine Operation im Januar 2009, bei der ein Aneurysma im Gehirn der Sportjournalistin entfernt werden sollte.

Allerdings sei es zu Problemen bei dem Eingriff gekommen, in deren Folge es schwere Hirnblutungen gab. Im Anschluss an die Operation musste sie für vier Monate in ein künstliches Koma versetzt werden.

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"Man fühlt sich erst mal gefangen in einem Körper, der nicht mehr funktioniert", gesteht die 55-Jährige, deren Angehörigen damals von den Ärzten mitgeteilt worden sei, dass sie sich schon mal von ihr verabschieden sollen.

Doch die Moderatorin kämpfte sich zurück ins Leben. "Ich konnte nichts", so Lierhaus, die vor vielen Herausforderungen gestanden habe. "Es war ganz fürchterlich. Ich bin angeglotzt worden, als ob ich ein Monster wäre. Es war eine Katastrophe, wirklich schlimm", macht die 55-Jährige klar.

Mutiger Schritt: Monica Lierhaus kehrt bei der Goldenen Kamera in die Öffentlichkeit zurück

In einer neuen Interviewreihe trifft die Sportjournalistin auf die besten Trainer der deutschen Fußballgeschichte.
In einer neuen Interviewreihe trifft die Sportjournalistin auf die besten Trainer der deutschen Fußballgeschichte.  © RTL

Im Jahr 2011 folgte dann ein kleiner Wendepunkt. Anlässlich der Verleihung der Goldenen Kamera trat die Journalistin erstmals wieder in der Öffentlichkeit auf. Für sie sei es der Weg gewesen, die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen, wie sie im Podcast verrät.

Inzwischen moderiert Lierhaus bei RTL die neue Interviewreihe "Monicas Meistermacher", in der sie die herausragendsten Trainer des deutschen Fußballs trifft.

Doch auch, wenn sie wieder arbeiten kann, hat sie immer noch mit Einschränkungen zu kämpfen. "Mein Gleichgewichtssinn ist so stark geschädigt, dass ich keine Treppen ohne Geländer gehen kann. Und wenn da eine Treppe ist, kein Geländer, dann Feierabend, kann ich nicht ran", erzählt sie und gibt preis, dass ihr Gleichgewichtssinn sich nie erholen werde.

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Dass sie nie wieder das Leben von vor der Operation führen werde, habe sie immer noch nicht richtig akzeptiert. Dennoch sei sie wahnsinnig dankbar, dass sie ihrer Leidenschaft wieder nachgehen könne. "Wenn ich arbeiten darf, bin ich glücklich. Vor allen Dingen bin ich dann auch schmerzfrei", so die 55-Jährige abschließend.

Titelfoto: Hannes P Albert/dpa

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